Nach Vogts Ausfall

Warum Groß spielte - und Bargfrede nicht

Kevin Vogt fiel gegen Mainz aus und wurde durch Christian Groß ersetzt. Auch Philipp Bargfrede hätte auf der Position im Abwehrzentrum spielen können, doch er ist offenbar körperlich nicht auf der Höhe.
22.06.2020, 15:22
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Warum Groß spielte - und Bargfrede nicht
Von Christoph Bähr
Warum Groß spielte - und Bargfrede nicht

Christian Groß im Zweikampf mit dem Mainzer Robin Quaison.

nordphoto/gumzmedia

Gegen Mainz half nicht einmal der „Grosso-Faktor“: Bis zum vergangenen Sonnabend hatte Christian Groß 13 Ligaspiele absolviert, in denen Werder 20 Punkte holte. Das ist in der schlechtesten Saison der Vereinsgeschichte ein bemerkenswert positiver Wert. Beim verhängnisvollen 1:3 in Mainz ging der 31-jährige Defensivspieler allerdings mit seinen Teamkollegen unter und wurde in der Pause ausgewechselt. Dass Groß gegen Mainz für den verletzten Kevin Vogt in die Startelf gerutscht war, hatte er sich trotzdem nicht nur aufgrund seiner guten Statistik, sondern auch durch seine starke Leistung von Beginn an beim 0:0 gegen Gladbach verdient.

In dem Spiel hatte Groß anstelle von Vogt als Pendler zwischen Fünferkette und defensivem Mittelfeld geglänzt, war danach aber wieder in die zweite Reihe gerückt. Nach dem Mainz-Spiel erklärte Trainer Florian Kohfeldt: „Für ,Grosso' sprach die Körperlichkeit im Luftduell gegen Jean-Philippe Mateta sowie der Wechsel zwischen Dreier- und Viererkette im Spiel gegen den Ball und im Spielaufbau.“

Neben Groß hätte auch Philipp Bargfrede diese Rolle übernehmen können, gespielt hat er auf der Position schon häufig. Mit 204 Bundesliga-Spielen ist das Werder-Urgestein deutlich erfahrener als Groß (14 Bundesliga-Spiele), Bargfrede kennt den Abstiegskampf seit vielen Jahren. Warum der 31-Jährige in Mainz trotzdem gar nicht zum Einsatz kam, erklärte Kohfeldt mit einer bedenklichen Aussage: „,Bargi' ist momentan nicht in der Lage, mehr als 45 Minuten zu spielen.“

Dass der Mittelfeldspieler immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wird, ist bekannt. Seine Wadenverletzung hatte Bargfrede aber eigentlich schon Anfang März auskuriert, konnte seitdem trainieren und die Corona-Zwangspause nutzen, um konditionelle Rückstände aufzuholen. Nach dem Re-Start kam Bargfrede fünfmal zum Einsatz, am längsten spielte er beim 0:1 gegen Wolfsburg (61 Minuten). Dass er jetzt laut Kohfeldt nur noch maximal eine Halbzeit mitwirken kann, wirft einige Fragen bezüglich des körperlichen Zustands von Bargfrede auf, dessen Vertrag bei Werder bis 2022 läuft.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+