Werders Trainer wartete bis zur 72. Minute Warum Kohfeldt gegen Leipzig erst spät auswechselte

Gegen Leipzig wartete Florian Kohfeldt mit seinen Auswechslungen ungewöhnlich lange. Seine Beweggründe erläuterte der Werder-Trainer nach der Partie.
13.12.2020, 10:37
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Warum Kohfeldt gegen Leipzig erst spät auswechselte
Von Christoph Bähr

Werder hatte in Leipzig schon ab der 41. Spielminute einen 0:2-Rückstand aufzuholen, oft setzen Trainer in solch einer Situation auf frühe Auswechslungen, um der Mannschaft rechtzeitig einen Impuls zu geben. Florian Kohfeldt wählte eine andere Herangehensweise. Werders Trainer wartete am Sonnabendnachmittag bis zur 72. Minute, ehe er mit Offensivmann Tahith Chong und Abwehrspieler Niklas Moisander die ersten frischen Kräfte brachte. „Aus meiner Sicht war es nicht ganz schlecht, was wir in der zweiten Halbzeit auf den Platz gebracht haben. Wir hatten Zugriff, und ich hatte nicht das Gefühl, unbedingt sofort etwas verändern zu müssen, damit was explodiert“, erläuterte Kohfeldt seine Vorgehensweise.

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In der 81. Minute kamen dann noch Nick Woltemade und Manuel Mbom in die Partie. Kurz vor dem Ende durfte auch Yuya Osako ran. „Es ging mir außerdem darum, Frische zu verteilen in dieser englischen Woche“, sagte Kohfeldt. „Yuya wollte ich zum Beispiel Frische geben für den Rest der Woche, deshalb hat er nur kurz gespielt.“ Werder empfängt schon am Dienstagabend Dortmund und tritt am kommenden Sonnabend in Mainz an. Kohfeldt könnte zumindest auf einigen Positionen rotieren lassen, um die Belastung zu dosieren. In der Offensive ist Osako nach den Worten des Trainers ein Kandidat für längere Einsätze in den anstehenden Partien.

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Bei Ömer Topraks Auswechslung gegen Moisander dachte der Coach ebenfalls schon an das Heimspiel gegen Dortmund: „Ich habe Ömer rausgenommen, um kein Risiko im Sinne der körperlichen Frische einzugehen. Er hat sich in der zweiten Halbzeit viel nach vorne bewegt, um die Spieleröffnung anzutreiben. Wir hatten kurz Blickkontakt, und das war dann der richtige Moment für die Auswechslung. Wir alle wissen, wie wichtig Ömer für uns ist.“ Verletzt sei Toprak nicht, betonte Kohfeldt.

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