Überraschende Aufstellung gegen Hoffenheim

Warum Mbom auf die linke Seite wechselte

Damit hatte vor dem Spiel wohl kaum jemand gerechnet: Manuel Mbom, gerade erst zum Rechtsverteidiger umgeschult, spielte gegen Hoffenheim auf der linken Seite. Die Gründe dafür hat Florian Kohfeldt erläutert.
27.10.2020, 14:40
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Warum Mbom auf die linke Seite wechselte
Von Christoph Bähr

Bremen. Es ist noch nicht lange her, da war klar: Manuel Mbom ist ein Mittelfeldspieler. Während der Saisonvorbereitung spielte er dann auf der Position des Rechtsverteidigers, fand sich dort gut zurecht und schaffte den Sprung ins Bundesliga-Team. Am Sonntag gegen Hoffenheim (1:1) lernte der 20-Jährige schon wieder eine neue Position kennen: Mbom lief überraschend auf der linken Abwehrseite auf. Florian Kohfeldt schilderte, dass er gründlich darüber nachgedacht habe, wo er Mbom aufbieten soll. „Als Rechtsverteidiger ist er jetzt eingespielt. Da war es kein Problem, auf links zu wechseln. Da muss er die Dinge nur seitenverkehrt umsetzen“, sagte der Werder-Trainer.

Nach dem Fehlen der Linksverteidiger Ludwig Augustinsson und Felix Agu war eigentlich zu erwarten gewesen, dass Marco Friedl auf die linke Seite rückt. Kohfeldt wollte Friedl aber nicht aus der inzwischen gewohnten Rolle als Innenverteidiger herausreißen. Also kam ihm die Idee mit Mbom auf der linken Seite. So hätte er auch während des Spiels von einer Fünfer- auf eine Viererkette umstellen können, dann wäre Mbom ins Mittelfeld und Friedl nach links gewechselt.

Von dieser Option machte der Coach aber keinen Gebrauch. Zu viele Umstellungen seien derzeit riskant. Die junge Mannschaft brauche Stabilität. „Bei den Spielern, die einen gewissen Schutz benötigen und sich gerade eingespielt haben, ist die Frage, wo ich sie hinstelle, sehr wichtig“, betonte Kohfeldt. Bei Mbom kam der Trainer zu dem Schluss, dass es für ihn aktuell besser ist, außen zu spielen und nicht im Mittelfeldzentrum. Kohfeldt: „Die Jungs haben eine gewisse Stabilität gefunden. Da darf man ihnen keine Aufgabe geben, bei der ein hohes Risiko besteht, dass sie schlecht aussehen.“

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