Kohfeldt über Sahin und Johannes Eggestein

„Es war eine Entscheidung aus sportlichen Gründen“

Florian Kohfeldt hat erklärt, warum Nuri Sahin und Johannes Eggestein gegen Freiburg nicht im Kader standen. Dafür gebe es ausschließlich sportliche Gründe, betonte der Werder-Trainer.
25.05.2020, 13:05
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„Es war eine Entscheidung aus sportlichen Gründen“
Von Christoph Bähr
„Es war eine Entscheidung aus sportlichen Gründen“

Nuri Sahin und Johannes Eggestein standen gegen Freiburg nicht im Werder-Kader.

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Werder nahm sogar 21 Spieler mit nach Freiburg, sodass Ilia Gruev letztlich nicht im Kader stand. Umso mehr überraschte es, dass mit Nuri Sahin und Johannes Eggestein zwei durchaus namhafte Spieler in Bremen bleiben mussten. Beide hatten bis dahin immer im Aufgebot gestanden, wenn sie einsatzbereit waren. „Es war eine Entscheidung aus sportlichen Gründen und taktischen Erwägungen für das Spiel“, erklärte Trainer Florian Kohfeldt am Montag. Das schließe aber nicht aus, dass Sahin und Eggestein am Dienstag gegen Gladbach wieder im Kader stehen oder auch spielen könnten.

Disziplinarische oder menschliche Gründe gebe es nicht für die Ausbootung, betonte Kohfeldt. „Jeder kennt meine menschliche Wertschätzung für beide Spieler. Das hatte mit Leistungen zu tun und mit der Kaderzusammensetzung.“ Kohfeldts harte Entscheidungen zeigen aber auch, dass der Coach seine Ankündigung, im Abstiegskampf auf persönliche Befindlichkeiten keine Rücksicht zu nehmen, knallhart umsetzt.

Zu Stürmer Johannes Eggestein pflegt Kohfeldt ein intensives Verhältnis. Es gab sogar Zeiten, in denen sich beide einmal wöchentlich zum Gespräch trafen. Den erfahrenen Nuri Sahin, der bereits für die Topklubs Dortmund, Real Madrid und Liverpool spielte, schätzt Kohfeldt als Ansprechpartner und Feedbackgeber. Der Vertrag des Mittelfeldspielers bei Werder läuft aus, die Zukunft ist ungewiss. Doch das zählt jetzt alles nicht. „Es war das zweite Spiel in der Saison, in dem ich jemanden aus dem Kader nehmen konnte, weil mir genügend Spieler zur Verfügung standen. Daran müssen wir uns alle gewöhnen“, verdeutlichte Kohfeldt. „Der eine oder andere war immer dabei, auch weil es keine Alternativen gab.“

Eine besondere Situation ist somit übrigens auch für Maximilian Eggestein entstanden, der ein sehr enges Vertrauensverhältnis zu seinem jüngeren Bruder Johannes hat. Während der ältere Eggestein-Bruder in Freiburg in der Startelf stand, saß der jüngere unzufrieden zu Hause auf der Couch. „Das darf Maxi nicht beeinflussen und hat ihn nicht beeinflusst“, sagte Kohfeldt. „Dass er persönlich seinen Bruder gerne um sich hat, kann ich gut nachvollziehen. Aber wir spielen Profifußball.“

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