So denkt Kohfeldt über mögliche Geisterspiele

„Wir haben Ideen, wie wir uns darauf vorbereiten“

Florian Kohfeldt hat mit Werders U23 schon vor relativ leeren Rängen im Weserstadion gespielt. Sollte es zu Geisterspielen kommen, könne er seine Spieler darauf vorbereiten, sagte der Trainer.
10.04.2020, 16:09
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„Wir haben Ideen, wie wir uns darauf vorbereiten“
Von Christoph Bähr
„Wir haben Ideen, wie wir uns darauf vorbereiten“

Florian Kohfeldt kennt aus der Bundesliga nur recht volle Stadien, mit der Bremer U23 hat er aber auch schon andere Erfahrungen gemacht.

nordphoto

Wer denkt, Florian Kohfeldt kenne nur Spiele im Weserstadion mit mindestens 40.000 Zuschauern auf den Rängen, der irrt. Bevor er Chefcoach der Profis war, trainierte er schließlich rund ein Jahr lang die Bremer U23. „Da haben wir das eine oder andere Heimspiel im Weserstadion ausgetragen, und das Stadion ist bei einem Spiel der U23 nicht gerade so proppenvoll wie bei einem Bundesligaspiel“, sagte Kohfeldt in einer Medienrunde.

Der 37-Jährige kann sich daher die Atmosphäre zumindest ausmalen, die bei möglichen Geisterspielen im Stadion herrschen würde. „Einen kleinen Eindruck habe ich schon mal bekommen, aber wenn es zu Geisterspielen kommen sollte, dann wären es nochmal weniger Zuschauer.“ Kohfeldt spielte mit der U23 zum Beispiel im April 2017 gegen Hansa Rostock (0:2) aus Sicherheitsgründen im Weserstadion und nicht auf Platz 11. Damals waren etwas mehr als 4000 Zuschauer dabei. Im weiten Rund des Weserstadions verlieren sich ein paar Tausend Menschen zwar leicht, bei einem Geisterspiel wären aber wohl nur einige Hundert Leute auf den Rängen.

Kohfeldt müsste seine Spieler auf dieses ungewohnte Szenario einstellen, Wettkampfspannung erzeugen, auch wenn kaum jemand beim Spiel zusieht. „Wir haben Ideen, wie wir uns darauf vorbereiten, wenn es dazu kommt. Aber aktuell sind wir noch in anderen Themengebieten unterwegs“, sagte der Coach.

Kohfeldt will in diesen unsicheren Zeiten nicht zu weit vorausplanen. Werder hat gerade erst wieder das Training in Kleingruppen begonnen. Die Bundesliga pausiert mindestens bis Ende April. Wenn es möglich ist, soll im Mai wieder gespielt werden - aufgrund der Coronavirus-Pandemie ohne Zuschauer. Kohfeldt sagte dazu nur: „Ich bin klar der Meinung, dass wir uns den Experten unterordnen sollten. Es wird eine Entscheidung geben, bei der alle Aspekte berücksichtigt werden. Von mir wird man nicht hören, dass ich diese oder jene Meinung dazu habe. Wenn wir helfen können und wenn wir spielen dürfen, werden wir das natürlich tun. Und wenn es nicht so ist, würde ich mich dem auch unterordnen.“

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