Der SV Werder Bremen und die Trainerfrage

Jetzt Thomas Schaaf – und dann?

Thomas Schaaf übernimmt den Trainerjob beim SV Werder Bremen bis zum Ende der aktuellen Saison. Und dann? Namen möglicher neuer Trainer kursieren bereits seit einiger Zeit.
16.05.2021, 17:15
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Von Carsten Sander
Jetzt Thomas Schaaf – und dann?

Nach Informationen unserer Deichstube zählt der Greuther Fürth-Coach Stefan Leitl zu den bei Werder diskutierten Namen möglicher neuer Trainer.

Daniel Karmann /dpa

Jetzt Thomas Schaaf – und dann? Obwohl davon ausgegangen werden sollte, dass sich die Verantwortlichen bei Werder Bremen nicht erst seit Samstagnacht, seit der Trennung von Florian Kohfeldt, mit einer Trainerlösung für die kommende Saison beschäftigen, ist der Ausgang dieser Suche noch völlig offen. Erst nach Abschluss der Saison und wenn feststeht, in welcher Liga Werder in der kommenden Saison spielt, kann tatsächlich eine Antwort erwartet werden.

Namen wie Edin Terzic (38) von Borussia Dortmund und Stefan Leitl (44) vom möglichen Bremer Relegationsgegner Greuther Fürth kursieren bereits seit einiger Zeit in der Gerüchteküche, und sie gehören nach Informationen unserer Deichstube auch tatsächlich zu den bei Werder diskutierten Namen. Klar ist bereits, dass es an der Weser nach drei Anläufen mit Trainern aus der eigenen Nachwuchsabteilung keinen vierten Versuch geben wird.

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Viktor Skripnik und Alexander Nouri, zuletzt dann Florian Kohfeldt – das waren die Eigengewächse, die sich von 2014 bis 2021 mal kürzer, mal länger auf dem Bremer Trainerstuhl hielten. Aktuell sieht Sportchef Frank Baumann in der Riege der Werder-Ausbildungstrainer zwar Anwärter mit „interessanten Perspektiven, aber es ist niemand dabei, über den wir sagen, er sei bereit, ab dem 1. Juli diese schwierige Aufgabe zu übernehmen“. Also muss es jemand von außen sein. Ein externer Kandidat. Dass die in der Historie des SV Werder auch nicht besser funktioniert haben als zuletzt die internen, zeigen die Beispiele Hans-Jürgen Dörner, Felix Magath oder Robin Dutt.

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Aber das ist Vergangenheit, jetzt geht es um die Zukunft. Und die ist extrem problembeladen. Auf den neuen Coach wartet entweder die Aufgabe, mit einem  durch Verkäufe weiter geschwächten Kader den Klassenerhalt schaffen zu müssen. Oder aber mit einer Mannschaft, von der man heute noch überhaupt nicht sagen kann, wie sie aussehen wird, den Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen. „Wir müssen schauen, welche aktuelle Situation wir haben werden“, fasst Baumann die Unwägbarkeiten zusammen.

Er selbst habe mit seinen Kollegen aus den Führungsgremien bereits „klare Ideen und klare Anforderungen“ entworfen, was der neue Mann mitbringen müsse. Allerdings muss bis zur Entscheidung in der Trainerfrage vermutlich erst noch ein anderer Entschluss getroffen werden. Es geht um die Frage: Darf Baumann bleiben? 

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