Kohfeldt über Erras „Er hat sehr viel Pech gehabt“

Keine Frage: Seine erste Saison bei Werder Bremen dürfte sich Patrick Erras gänzlich anders vorgestellt haben. Trainer Florian Kohfeldt hat dem 26-Jährigen jetzt Mut zugesprochen.
19.02.2021, 11:55
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Von Daniel Cottäus

Sieben Monate, nachdem Erras vom 1. FC Nürnberg an die Weser gewechselt ist, stehen für ihn in der Bundesliga gerade einmal zwei Kurzeinsätze zu Buche. Dazu kommen 61 Minuten, verteilt auf zwei DFB-Pokalspiele. Nach einer ordentlichen Vorbereitung im Sommer hatte Erras zunächst Probleme, sich sportlich durchzusetzen - und als die Chance dann endlich gekommen schien, warf ihn eine langwierige Verletzung zurück. Aus diesem Grund liefert Werder-Trainer Florian Kohfeldt die Schlagzeile zu diesem Text über Patrick Erras gleich mit. „Bei ihm muss die Überschrift lauten: Er hat sehr viel Pech gehabt“, sagt der Coach, der Erras aber auch Mut zuspricht: „Er ist bei mir keinesfalls abgeschrieben.“

Der Moment, in dem sich Erras' sportliche Bedeutung für Werder Bremen schlagartig änderte, dauerte Anfang Januar nur wenige Minuten. In der Woche vor dem Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen verletzte sich Stammspieler Christian Groß im Training an der Wade - und Florian Kohfeldt kam sofort eine Idee. „Mein erster Gedanke war: ,Okay, dann spielt Paddy jetzt'“, berichtet der Trainer, der diesen Gedanken aber schon kurz darauf wieder verwerfen musste, weil Erras sich ebenfalls eine Verletzung zuzog.

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Muskuläre Probleme im Hüftbeuger-Bereich, damit plagt sich der defensive Mittelfeldspieler seitdem herum. Mittlerweile steht er schon wieder mit der Mannschaft auf dem Platz, ab der kommenden Woche ist auch wieder Vollgas angesagt. „Ich denke, dass ich dann wieder voll dabei sein kann“, sagt Erras in der neuesten Folge des Werder-Podcasts, „es ist nur noch eine Frage von Tagen“. Den Zeitraum, bis Erras eine dann auch tragende Rolle auf dem Platz spielen kann, setzt Trainer Kohfeldt allerdings deutlich größer an.

„Er versteht unser Spiel, ist ein sehr schlauer Spieler“, lobt der Coach, der aber natürlich weiß, dass Erras nach seiner Verletzung gegenüber den Kollegen sehr viel aufholen muss. Deshalb ist Kohfeldts Einschätzung wohl nur realistisch, wenn er den Zeitpunkt von Erras' vollständiger Rückkehr mit „entweder gegen Ende dieser Saison, oder aber spätestens in der nächsten“ beschreibt.

Der Spieler selbst hat kein Problem mit dieser Einschätzung - ganz im Gegenteil: Er teilt sie. „Ich war jetzt ein paar Wochen raus und brauche körperlich noch etwas, um an die Mannschaft ranzukommen“, sagt er. An seinem Ziel hat sich deswegen aber nichts verändert: „Ich möchte zeigen, dass ich in die Mannschaft gehöre.“

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