So könnte Werder gegen Heidenheim spielen

Friedls Zweikampf und Vogts Ersatz

Eigentlich gibt es bei Werder nach dem 6:1 gegen Köln nicht allzu viele Gründe die Aufstellung zu ändern. Der gesperrte Kevin Vogt muss ersetzt werden, aber ansonsten könnte eine alte Fußballweisheit gelten.
01.07.2020, 14:08
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Friedls Zweikampf und Vogts Ersatz
Von Malte Bürger
Friedls Zweikampf und Vogts Ersatz

Marco Friedl besitzt gute Chancen, auch gegen Heidenheim von Beginn an zu spielen.

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Es gibt da ja dieses legendäre Zitat von Alf Ramsey: „Never change a winning team“, sagte einst der frühere englische Nationaltrainer, der seine Mannschaft 1966 zum WM-Titel coachte. Diese berühmten Worte gelten noch immer - und mit Florian Kohfeldt hätte sicherlich auch ein entfernter Berufskollege seine Freude daran, diesen Leitspruch in die Tat umzusetzen. Das jüngste 6:1 gegen den 1. FC Köln bietet schließlich keinen Grund, etwas anders zu machen. Doch es gibt da ein kleines Problem, das dazu führen wird, dass diese siegreiche Formation aus Bremen eben doch verändert werden muss.

Kevin Vogt hat sich gegen Köln die fünfte Gelbe Karte eingehandelt und wird nun im ersten Relegationsspiel gegen den 1. FC Heidenheim (Donnerstag, 20.30 Uhr) zuschauen müssen. Kohfeldt braucht also eine Alternative für einen seiner Eckpfeiler des Systems. Nuri Sahin ist verletzt und spielt ohnehin längst keine Rolle mehr, bleiben also noch Christian Groß und Philipp Bargfrede. Letzterer dürfte und sollte im Normalfall die Nase vorn haben - insbesondere gegen eine Mannschaft, von der nicht unbedingt direkt ein intensiver Sturmlauf erwartet wird. Doch Bargfredes Körper streikt immer mal wieder, auch aktuell scheint er nicht im Vollbesitz seiner Kräfte zu sein. „Er wird mit Sicherheit keine 90 Minuten spielen können. Davon müssen wir ausgehen“, sagte Kohfeldt am Mittwoch. Nähere Gründe nannte er nicht, stattdessen sagte er nur: „Alles andere bewerten wir intern.“ Das klingt alles andere als optimal, ein Bargfrede-Einsatz von Beginn an ist dennoch nicht unwahrscheinlich, weil Werder so im weiteren Verlauf, je nach Spielstand, besser reagieren könnte. Zudem bliebe das aktuelle System bestehen, das Gewinnerteam wäre also nur minimal verändert.

Zweikampf auf der linken Seite

Aus diesem Grund dürfte sich auch in der Abwehr nichts ändern, Marco Friedl erneut auf der linken Seite den Vorzug vor Ludwig Augustinsson erhalten. „Gesetzt ist Marco nicht, Ludwig hat das beispielsweise gegen Paderborn auch sehr gut gemacht.“, sagte Kohfeldt. „Es ist auch für diese beiden Spiele offen.“ Da Friedl zuletzt aber mehrfach gute Leistungen zeigte, auch nach seiner Einwechslung gegen Paderborn überzeugte, spricht vieles momentan für ihn.

Ähnlich sieht es im Angriff aus. Milot Rashica hat seine Torkrise vorerst überwunden, Yuya Osako präsentierte sich zuletzt ebenfalls stark verbessert. Bleibt noch Niclas Füllkrug und die Frage, ob der Angreifer erneut beginnen wird, um das Spiel möglicherweise früh in die richtigen Bahnen zu lenken. „Ich weiß es wirklich noch nicht, da habe ich mich noch nicht entschieden“, sagte Kohfeldt, der ansonsten abgesehen vom langzeitverletzten Kevin Möhwald personell aus dem Vollen schöpfen kann.

So könnte Werder spielen:

Pavlenka - Friedl, Moisander, Veljkovic, Gebre Selassie, Bargfrede, Klaassen, M. Eggestein, Rashica, Osako, Füllkrug

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