Nach der plötzlichen Rückkehr Was Werder mit Zetterer plant

Michael Zetterer ist überraschend vom PEC Zwolle an die Weser zurückgekehrt. Der Keeper soll die Nachfolge für den Ersatztorwart Stefanos Kapino antreten, der zum SV Sandhausen ausgeliehen wurde.
31.01.2021, 19:33
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Daniel Cottäus

Michael Zetterer ist aus den Niederlanden zurück in Bremen, muss aber erst in eine fünftägige Quarantäne, bevor er Werder helfen kann. Sein Auftrag dabei ist eindeutig, wie Trainer Florian Kohfeldt betont: „Wir haben ,Zetti‘ als Nummer zwei geholt.“ Zurückgeholt muss es heißen, denn das Leihgeschäft mit PEC Zwolle wurde dank einer Option vorzeitig beendet, um einen Nachfolger für Ersatzkeeper Stefanos Kapino zu haben. Der Grieche wurde vor einer Woche bis zum Saisonende an den Zweitligisten SV Sandhausen ausgeliehen, weil er endlich mal wieder spielen wollte.
Bei Zetterer ist es quasi andersherum. Er hat in seinen eineinhalb Jahren in der Eredivisie als Stammkeeper beweisen können, dass mit ihm nach seinen schweren Handverletzungen doch noch zu rechnen ist. Werder hatte das große Torwarttalent 2015 aus Unterhaching nach Bremen geholt und trotz der Rückschläge nie fallen gelassen. Auch jetzt gab es wieder einen besonderen Vertrauensbeweis: Zetterers 2022 auslaufender Vertrag wurde vorzeitig verlängert.
„Es fühlt sich etwas seltsam an, mitten in der Saison zu gehen. Meine Zeit in Zwolle war gut für meine Entwicklung als Spieler und Person“, wird der 25-Jährige auf der Internetseite von PEC Zwolle zitiert – und dort erklärt er auch: „Seit meiner Kindheit ist es ein Traum von mir, für Werder zu spielen.“

Lesen Sie auch

Für die Bremer U 23 stehen schon einige Einsätze in der Dritten Liga auf seinem Konto – in der Bundesliga dagegen noch keiner. Dabei saß Zetterer 38 Mal als Ersatzmann auf der Bank. Er kennt sich also mit seiner künftigen Rolle hinter Jiri Pavlenka aus. Eduardo dos Santos Haesler muss seinen Platz nach einem Spiel schon wieder räumen. Werder hatte zunächst darüber nachgedacht, dem ersten 21-jährigen weiterhin die Bundesliga-Erfahrung auf der Bank zu gönnen und nur bei einem längeren Pavlenka-Ausfall auf den unerfahrenen Notnagel zu setzen. Das Thema hat sich mit der Zetterer-Verpflichtung erledigt.
Denn der 25-Jährige ist ein anderes Kaliber – eines mit Zukunft bei Werder. Zetterer darf darauf hoffen, in der neuen Saison sogar um die Nummer eins im Bremer Tor zu kämpfen. Denn es ist gut möglich, dass Pavlenka mit dann 29 Jahren bei einem anderen, einem ambitionierten Club angreifen will. Zetterer genießt jedenfalls hohes Ansehen bei Werder – nicht nur sportlich, sondern auch menschlich. „Er ist ein richtig guter Typ“, sagt Baumann und setzt darauf, dass Zetterer Einfluss auf die Stimmung in der Kabine nehmen wird.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+