Hoffnung auf Rückkehr des Abwehrchefs

Werder doch wieder mit Toprak?

Werder Bremen kann im Abstiegskampf vielleicht doch auf Abwehrchef Ömer Toprak bauen.
11.05.2021, 14:37
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Von Carsten Sander
Werder doch wieder mit Toprak?

Ömer Toprak könnte schon am Wochenende wieder für Werder Bremen auflaufen

Tom Weller / dpa

Kann Werder Bremen im Saisonendspurt doch auf Ömer Toprak hoffen? Vor fünf Tagen hieß es, dass ein Comeback des Innenverteidigers noch in der regulären Saison wegen eines Rückschlags im Rehatraining „sehr fraglich“ (Zitat Trainer Florian Kohfeldt) sei. Sportchef Frank Baumann bekräftigte zudem zu Wochenbeginn, dass der 31-Jährige, der sich vor einem Monat einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen hatte, frühestens in einer möglichen Relegation wieder einsatzfähig sein würde. Doch in einer Online-Medienrunde am Dienstag schloss Clemens Fritz, Leiter Profi-Fußball beim SV Werder, plötzlich eine Toprak-Rückkehr schon am Samstag beim FC Augsburg nicht mehr aus. „Aktuell befindet sich Ömer noch im individuellen Training, aber wir müssen bei ihm von Tag zu Tag die Intensität steuern und schauen, wie er die steigende Belastung verkraftet“, erklärte Fritz. Letztlich käme es bei der Entscheidung, ob es für einen Einsatz reicht oder nicht, „auch auf Ömers Erfahrung an, er kennt seinen Körper am besten“.

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Aber selbst wenn Toprak grünes Licht geben würde, bliebe die Situation knifflig. Ist er fit und spielt, steigert das zwar grundsätzlich die Bremer Chancen auf den direkten Klassenerhalt. Spielt er aber zu früh und verletzt sich erneut, könnte er Werder in der Relegation, so sie denn gespielt werden müsste, fehlen. Bei all dem gibt es zusätzlich zu bedenken, dass die Abwehr zuletzt auch ohne Toprak gegen RB Leipzig (0:0 nach 90 Minuten, 1:2 nach Verlängerung) und Bayer Leverkusen (0:0) einen guten Job gemacht hatte. Doch Fritz stellt klar, dass Ömer Toprak immer ein Thema ist, wenn er einsatzfähig ist: „Wir brauchen den Konkurrenzkampf. Das Wichtigste ist, dass wir am Samstag die Mannschaft auf den Platz bringen, von der das Trainerteam überzeugt ist. Es soll niemand glauben, dass er, weil er letztes Spiel gespielt hat, wieder spielen wird.“

Den Konkurrenzkampf in der Abwehrkette anheizen wird auch Marco Friedl. Der Österreicher soll nach auskurierter Beckenkamm-Prellung am Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Er steht damit in Augsburg sicher wieder zur Verfügung.

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