Hinrunden-Bilanz

Werder droht erneuter Negativ-Rekord

Nur 13 Punkte aus 14 Saisonspielen: Wenn Werder nicht noch einen starken Schlussspurt hinlegt, droht Viktor Skripnik mit seiner Mannschaft die schwächste Hinrunde seit Einführung der Drei-Punkte-Regel.
03.12.2015, 15:30
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Von Ben Binkle
Werder droht erneuter Negativ-Rekord

Es droht die nächste schlechteste Hinrunde für Werder-Trainer Viktor Skripnik.

nordphoto

Nur 13 Punkte aus 14 Saisonspielen und Tabellenplatz 15: Wenn Werder nicht noch einen guten Schlussspurt hinlegt, droht Viktor Skripnik mit seiner Mannschaft die schwächste Hinrunde seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995.

Schon wieder, mag sich so mancher Werder-Fan fragen - und das zu Recht. Denn die alte Negativ-Marke der Bremer ist gerade mal ein Jahr alt. Ebenfalls unter Skripnik, der allerdings erst kurz zuvor für den entlassenen Robin Dutt übernommen hatte, ging Werder im Dezember 2014 auf Tabelleplatz 16 mit nur 17 Punkten in die Winterpause. 17 Punkte gab es in den ersten 17 Partien einer Saison zuvor erst einmal: 1995, im ersten Jahr der Drei-Punkte-Regelung. Damals reichte die Ausbeute aber noch für Rang 15.

Selbst im Bremer Abstiegs-Jahr 1979/80 war Werder in der Hinrunde erfolgreicher als aktuell. Rechnet man die Spiel von damals nach der Drei-Punkte-Regelung um, hatte Bremen zum Jahreswechsel immerhin 21 Zähler auf dem Konto. In der Rückrunde kamen dann nur noch 15 hinzu, was den ersten und bislang einzigen Abstieg der Vereinsgeschichte bedeutete.

Abstiegsangst macht sich nach dem bisherigen Saisonverlauf auch wieder an der Weser breit. Allerdings hat Werder noch drei Spiele offen - allesamt gegen Gegner "auf Augenhöhe". Gegen den VfB Stuttgart, den 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt müssen bis zum 20. Dezember noch mindestens vier Punkte her - sonst gibt es zumindest statistisch einen neuen Tiefstpunkt in der Vereins-Historie.

Und dieser könnte gleich in dreifacher Hinsicht ein Negativ-Rekord sein: Die wenigsten Punkte, der schlechteste Tabellenplatz - und auch die schwächste Tordifferenz. Bislang war eine Bilanz von -15 Toren (Saison 2013/14) der schwächste Wert - bei aktuell schon -14 (14:28) droht auch hier ein neuer Negativ-Rekord. Es sei denn, Skripnik startet mit seiner Mannschaft wieder eine Siegesserie - im Vorjahr begann diese ebenfalls kurz vor der Winterpause.

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