Eggestein über Wechsel-Pläne

"Ich würde nicht alles machen"

Maximilian Eggestein hat sich am Donnerstag den Fragen der Journalisten gestellt, natürlich ging es dabei auch um einen möglichen Vereinswechsel. Seine Zukunft ließ er jedoch vorerst offen.
22.07.2021, 17:57
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Carsten Sander
"Ich würde nicht alles machen"

Maximilian Eggestein weiß aktuell selbst nicht genau, wie lange er noch für Werder spielen wird.

Andreas Gumz

Eines vorweg: Zwei Herzen schlagen nicht in seiner Brust, wenn Werder am Sonnabend, 20.30 Uhr, im Wohninvest-Weserstadion gegen Hannover 96 in die Zweitliga-Saison startet. Rein geografisch sollte das zwar so sein, schließlich ist im Pass von Maximilian Eggestein Hannover als Geburtsort vermerkt. Bei 96 hat er als Kind auch oft beim Training zugeschaut, war im Stadion. Seine Idole damals seien Robert Enke und Per Mertesacker gewesen. Doch nach zehn Jahren beim SV Werder hat sich die Sympathie verlagert. Weg von 96, hin zu Werder Bremen. Über die Gründe schweigt Eggestein mit einem Lächeln: „Ich will mich ja nicht unbeliebt machen in Hannover...“

Lesen Sie auch

Allerdings: Wie lange Eggesteins Herz noch für Grün-weiß schlägt, ist derzeit eine Frage, die ihn selbst und auch alle im Verein beschäftigt. Dass der 24-Jährige Wechselabsichten hegt, ist bekannt. Er hat nach dem Abstieg sogar den Berater gewechselt. Werder will zudem mit ihm Geld verdienen. Doch in den ersten Wochen der offenen Ohren ist dem Mittelfeldspieler offenbar noch kein Angebot ins Haus geflattert, das ihm zusagt, das auch Werder zusagt. Oder wie Eggestein es ausdrückt: „Zu so einem Wechsel gehören ja immer drei Parteien.“ Und er, das macht er absolut klar, „würde nicht alles machen“. Soll heißen: Die Jahre in Bremen, die Verantwortung für den Wiederaufstieg, das Vertrauen der Mannschaft, die ihn gerade zum Vize-Kapitän gewählt hat – um das tatsächlich einzutauschen, muss schon eine gute Offerte eines guten Clubs ins Haus flattern. „Momentan ist es noch nicht so, dass ich mich entscheiden konnte“, meint Eggestein.

Zum Saisonstart ist er also noch da. Wie andere Verkaufskandidaten auch. Werder startet folglich mit einem Promi-Team in die 2. Liga, und Eggestein hat klare Erwartungen an die ersten Partien: „Wir sind nicht der Favorit in der Liga, haben aber eine gut besetzte Mannschaft und sollten jetzt die Punkte holen, so dass wir sie nicht hinten raus holen müssen.“ Ein guter Saisonstart, das räumt der ehemalige U21-Nationalspieler überraschend ein, könnte sogar Einfluss auf seine Entscheidung haben, den Club zu wechseln oder nicht. „Von meiner Seite ist das so“, sagt Eggestein.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+