So könnte Werder gegen Union spielen

Einsatz-Garantie für Füllkrug und die Abwehr wird zur Baustelle

Durch den Ausfall von Milos Veljkovic wird Werders Abwehr gegen Union zu einem Puzzle für Trainer Florian Kohfeldt. Im Sturm ist hingegen schon klar, dass Nicals Füllkrug von Beginn an auflaufen wird.
23.04.2021, 16:18
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Von Daniel Cottäus
Einsatz-Garantie für Füllkrug und die Abwehr wird zur Baustelle

Steht gegen Union in der Werder-Startelf: Stürmer Niclas Füllkrug.

Andreas Gumz

Ausgerechnet vor dem heißen Saisonendspurt ist Werders Abwehr zur Großbaustelle geworden. In Ömer Toprak (Muskelfaserriss) und Milos Veljkovic (Nasenbeinbruch) werden im Auswärtsspiel beim 1. FC Union Berlin (Samstag, 15.30 Uhr) gleich zwei Spieler aus der Stammbesetzung fehlen, was Trainer Florian Kohfeldt zum Improvisieren zwingt. Klar ist: Christian Groß wird dabei eine Schlüsselrolle einnehmen. Was in der Offensive übrigens auch für Niclas Füllkrug gilt, dem Kohfeldt eine Einsatzgarantie aussprach.

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„Niclas wird spielen, er wird auch anfangen“, sagte der Coach, der den Stürmer nach dessen Zehenbruch bereits beim 0:1 gegen Mainz 78 Minuten lang aufgeboten hatte und keine Bedenken hat, dass ein weiterer Einsatz nur drei Tage später zu viel für Füllkrug sein könnte. Neben dem 28-Jährigen dürfte erneut Milot Rashica starten, Josh Sargent (wie schon in Dortmund und gegen Mainz) dahinter aus der Zehner-Rolle kommen. Eine Position, die theoretisch auch Yuya Osako und Romano Schmid bekleiden könnten. Allerdings dürften sowohl der Japaner als auch der Österreicher gegen die körperlich robusten Union-Profis Probleme bekommen, was gegen sie spricht. Maximilian Eggestein und Kevin Möhwald sind derweil auch in Berlin im Werder-Mittelfeld gesetzt, womit wir bei der eingangs erwähnten Baustelle „Bremer Defensive“ angekommen wären.

Entscheidet sich Kohfeldt gegen Union für eine Dreier-/Fünferkette wird Groß die Rolle in deren Zentrum übernehmen, um situationsbedingt ins Mittelfeld vorstoßen zu können, so wie er es zuletzt beim 1:4 in Dortmund getan hatte. An seiner Seite laufen dann (von rechts nach links) Theodor Gebre Selassie, Niklas Moisander, Marco Friedl und Ludwig Augustinsson auf. Sollte Werder - wie in der zweiten Halbzeit gegen Mainz - hingegen mit einer Viererkette agieren, könnten Friedl und Moisander das Innenverteidiger-Duo bilden, was Kohfeldt die Möglichkeit bietet, Groß ins defensive Mittelfeld vorzuziehen, aus dem wiederum Eggestein eine Reihe nach vorne rücken könnte. So oder so: Großartig eingespielt wird Werders Abwehr am Samstag nicht sein.

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„In den letzten Wochen sind uns hinten immer mal wieder Spieler weggebrochen. Das ist nicht optimal“, sagt Kohfeldt, der in der Defensive grundsätzlich so wenig wie möglich wechseln möchte. „Klagen hilft jetzt aber auch nicht“, hält der Coach fest und betont: „Wir werden eine gute Kette auf den Platz bringen, denn wir haben mit Christian Groß jemanden, der uns in den letzten Wochen Stabilität gegeben hat.“

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