Rückkehr der Fans ins Stadion

Werder erhofft sich Signal von der Politik

Kehren mit Beginn der neuen Saison Fans in die Stadien zurück? Diese Frage beschäftigt derzeit alle Profi-Vereine - und dementsprechend natürlich auch den SV Werder Bremen. Bald könnte eine Entscheidung fallen.
10.06.2021, 10:20
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus
Werder erhofft sich Signal von der Politik

Bei Werder ist die Hoffnung groß, dass bald wieder Fans ins Weserstadion dürfen.

Carmen Jaspersen/dpa

Mit großer Spannung blicken sie am Osterdeich auf den kommenden Donnerstag, an dem die nächste Ministerpräsidentenkonferenz ansteht, bei der es seitens der Politik ein Signal in Richtung Fan-Rückkehr geben könnte.

In insgesamt 24 Pflichtspielen war das Weserstadion während der Corona-Pandemie seit Mai 2020 ohne Zuschauer geblieben. Lediglich am ersten und letzten Spieltag der jüngst abgelaufenen Saison hatten einige Fans vor Ort dabei sein können. Waren es zum Auftakt gegen Hertha BSC im September immerhin 8.500 Zuschauer gewesen, durften 100 Personen den letzten Spieltag gegen Gladbach vor gut zwei Wochen von den Rängen aus verfolgen. Nun hoffen Werders Verantwortliche darauf, zum Start der neuen Zweitliga-Saison wieder vor mehr Publikum spielen zu dürfen.

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Klar ist: Um die finanzielle Schieflage, in die der Verein geraten ist, bewältigen zu können, sind Zuschauereinnahmen mittelfristig unabdingbar. Etwa 1,5 Millionen Euro Einnahmen gehen Werder pro Geisterspiel verloren. Ewig so weitergehen kann das nicht, weshalb die Ungeduld im Verein wächst. "Wir haben Testkapazitäten, wir werden durchgeimpft sein, wir haben die digitale Nachverfolgung, wir haben Hygienevorschriften und wir wissen mittlerweile, dass die Ansteckungsgefahr im Freien sehr gering ist", hatte Geschäftsführer Klaus Filbry kürzlich im "Academy Talk" des süddeutschen Regionalsenders Regio TV argumentiert - und hinsichtlich der bedrohlichen Situation beim SV Werder betont: "Die Perspektive für Fans im Stadion ist also da. Aber sie müssen auch kommen. Dann stabilisiert sich auch die Einnahmesituation wieder, und dann werden wir auch durchkommen."

Das Wichtigste sei jetzt, dass seitens der Politik eine Perspektive aufgezeigt werde. Genau das könnte am Donnerstag passieren. "Die Ministerpräsidentenkonferenz will am 10. Juni klären, wie es mit dem Profi-Fußball weitergeht. Also ob auch Zuschauer wieder in die Stadien können. Ich bin zuversichtlich, dass wir da schnell zu einer Lösung kommen", hatte Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) kürzlich gegenüber dem "Weser Kurier" erklärt.

Werders neuer Trainer Markus Anfang wünscht sich derweil aus sportlichen Gesichtspunkten die Fans zurück, verspricht sich davon einen Schub für seine Mannschaft. "Während der Pandemie haben wir erlebt, wie es ist, in leeren Stadien zu spielen. Vielleicht ist es ein Impuls, der jetzt kommt, dass wir wieder vor Zuschauern spielen können, dass die Leute glücklich sind, wieder ins Stadion zu kommen und allein damit schon ein Schritt in die positive Richtung gemacht wird." 

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