1. FC Nürnberg - Werder Bremen 1:1 Werder erkämpft sich die Tabellenspitze

Nürnberg. In einem kuriosen Spiel hat sich Werder Bremen zumindest für 24 Stunden die Tabellenführung in der Bundesliga gesichert. Nach früher Roter Karte gegen Tim Wiese hat Werder sich noch ein 1:1 (1:0) beim 1. FC Nürnberg erkämpft.
17.09.2011, 17:34
Lesedauer: 3 Min
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Von Ben Binkle

Nürnberg. In einem kuriosen Spiel hat sich Werder Bremen zumindest für 24 Stunden die Tabellenführung in der Bundesliga gesichert. Beim 1:1 (1:0) beim 1. FC Nürnberg spielten die Grün-Weißen nach einer frühen Rote Karte gegen Tim Wiese 73 Minuten lang in Unterzahl, zeigten aber eine kämpferisch starke und mannschaftlich geschlossene Leistung.

Weil Marko Marin nach seinen muskulären Problemen nicht rechtzeitig fit geworden ist, rückte Mehmet Ekici bei seinem Ex-Klub in die Werder-Startelf. Hinten links erhielt zudem Aleksandar Ignjovski den Vorzug vor Lukas Schmitz, der zunächst auf der Bank Platz nehmen musste.

Dort blieb der Ex-Schalker aber nicht lange sitzen: Schon nach fünf Minuten ließ sich Sokratis angeschlagen auswechseln, für den Griechen kam Schmitz ins Spiel. Sokratis hatte sich bei seinem ersten Pass an der Leiste verletzt. Ignjovski wechselte von links auf die rechte Außenbahn.

Sportlich passierte eine Viertelstunde lang nichts, dann stand Tim Wiese erstmals im Blickpunkt. Mit einer spektakulären Flugeinlage kratzte er einen Freistoß von Markus Mendler noch aus dem Eck (14.). Es sollte Wieses letzte gelungene Aktion bleiben: Drei Minuten später vertändelte der Werder-Keeper 30 Meter vor dem eigenen Tor den Ball an Christian Eigler und konnte diesen nur noch mit einem klaren Foul stoppen. Die Rote Kartenach nur 17 Minuten war die logische Konsequenz für diese komplett überflüssige Aktion. Glück hatte Werder zudem, dass Schiedsrichter Jochen Drees den Nürnberger Vorteil und das daraus resultierende Tor von Markus Feulner aberkannte.

Platzregen sorgt für 35 Minuten Pause

Schaaf opferte in Marko Arnautovic einen Stürmer, der für Keeper Sebastian Mielitz Platz machen musste. Werder wirkte trotz Unterzahl nicht geschockt und lauerte auf Konter. Ein Geistesblitz von Claudio Pizarro brachte dann die Führung. Der Peruaner steckte am Strafraum für Ekici durch, der das Leder sicher im langen Eck versenkte (24.). Auf ausgelassenen Jubel verzichtete er aus Respekt vor den FCN-Fans.

Die Gastgeber, die bis zum Gegentor den besseren Eindruck machten, taten sich in der Folge sichtbar schwer. Der "Club" kam gegen die tief und sicher stehenden Bremer nicht zu Chancen. Strömender Regen und Hagelmachten die Bedingungen zudem enorm schwer, phasenweise blieb der Ball in den Pfützen liegen. Zwar kam zur Pause in Nürnberg die Sonne wieder raus, dennoch begann die zweite Hälfte mit einer Verspätung von zwanzig Minuten. Schiedsrichter Drees wollte dem Platz mehr Zeit zum Trocknen geben. So ging es dann um 16.50 Uhr unter halbwegs regulären Bedingungen weiter.

Und Nürnberg begann druckvoll. Mielitz musste gegen Eigler viel riskieren, war aber knapp vor dem Stürmer am Ball (47.). Bei einem Konter wurde für Clemens Fritz der Winkel zu spitz, der Werder-Kapitän setzte den Ball neben den Kasten (50.). Werder stand weiter tief und ließ Nürnberg anrennen. Was aus dem Spiel nicht klappte, gelang dann nach einer Standardsituation. Völlig unbedrängt konnte Philipp Wollscheid aus kurzer Distanz zum Ausgleich einköpfen (62.).

Naldo verteidigt mit

Schaaf verstärkte die Defensive noch einmal, tauschte Torschütze Ekici gegen Innenverteidiger Naldo aus (64.). Nürnberg blieb dominant und drängte auf den Sieg. Bei Feulners Schuss war Mielitz aber auf dem Posten (66.), Bremer Entlastung gab es faktisch nicht mehr. Doch fehlte es auch den Gastgebern zunehmend an Ideen und Durchschlagskraft, der aufmerksame Mielitz musste kaum noch eingreifen. So erkämpfte sich Werder am Ende den einen Punkt, der zumindest für eine vorübergehende Tabellenführung in der Bundesligaausreicht. Ob dies auch nach dem sechsten Spieltag Bestand haben wird, entscheidet sich am Sonntag, wenn Bayern München beim FC Schalke 04 antritt. Den Münchnern reicht schon ein Punkt, um Platz eins wieder zu übernehmen.

Das nächste Pflichtspiel steht für Werder Bremen am Sonntag, 25. September, gegen Hertha BSC Berlin an. Anstoß im Weserstadion ist um 17.30 Uhr, wir berichten wie gewohnt im Liveticker.

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