Ex-Werderaner Alexander Walke soll auf Kapino folgen

Gerüchten zufolge soll der Ex-Werderaner Alexander Walke wohl die Nachfolge für Stefanos Kapino antreten. Drei Gründe, warum das für Werder eine interessante Variante sein könnte.
26.01.2021, 10:36
Lesedauer: 2 Min
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Von Marius Winkelmann

Stefanos Kapino (26) ist weg, sein Nachfolger bei Werder Bremen steht bislang noch nicht fest - doch das könnte sich nun offenbar bald ändern. Denn wie es scheint, haben die Grün-Weißen ein Auge auf einen Ex-Bremer geworfen: Alexander Walke. Das berichtet die „Bild“. Demnach soll Walke, der bereits von 1999 bis 2005 an der Weser spielte und sogar zum Kader des Double-Siegers von 2004 zählte, die heißeste Spur zum freigewordenen Kaderplatz des SV Werder Bremen sein.

Tatsächlich könnte Alexander Walke aus dreierlei Gründen eine interessante Variante für die Bremer sein: Erstens kennt er den Verein bestens, erlebte in sechs Jahren an der Weser Höhen (vom Jugendspieler zum Double-Sieger) und Tiefen (mehrfacher Cannabis-Konsum bis hin zu einer siebenmonatigen Sperre). Zweitens spielt der gebürtige Brandenburger als Nummer drei bei seinem langjährigen Club in Salzburg sportlich nur noch eine Nebenrolle.

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Der 1,89 Meter große Keeper unterstützt das Team mit seiner langjährigen Erfahrung (knapp 350 Profi-Spiele), wo er nur kann, wird nicht umsonst liebevoll „Teampapa“ genannt. Der dritte und entscheidende Punkt ist, dass der neue Keeper an der Weser eine genau solche Rolle einnehmen soll. Dem Typen und achtmaligen österreichischen Meister Walke wäre diese fraglos auf den Leib geschneidert. Er wäre die von den Club-Verantwortlichen gesuchte Bereicherung für die Werder-Kabine. Und ein Keeper, der seine Nebenleute zu Höchstleistungen antreibt. Eine langfristige Perspektive gäbe es für den neuen Mann allem Anschein nach aber nicht, denn bereits im Sommer werden die Karten im Kasten des SV Werder wieder neu gemischt. Neben Stammkeeper Jiri Pavlenka und dos Santos Haesler kehren dann die verliehenen Keeper Kapino, Michael Zetterer (PEC Zwolle) und Luca Plogmann (SV Meppen) zurück.

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Doch noch droht die Rückkehr von Walke, der in Österreich vertraglich noch bis zum Sommer gebunden ist, an den finanziellen Begebenheiten zu scheitern. Klar ist, dass Werder für das Gehalt des neuen Mannes zwischen den Pfosten keine größeren Summen investieren kann. Erst am Montag hatte Klaus Filbry gegenüber der DeichStube angegeben, dass die durch die Corona-Pandemie entstandenen Mindereinnahmen seit Beginn der Geisterspiele im März 2020 nicht nur 30, sondern insgesamt 40 Millionen Euro betragen werden. Der ebenfalls gehandelte vereinslose Keeper Robin Himmelmann (31), der erst kürzlich seinen Vertrag beim FC St. Pauli aufgelöst hatte, soll ebenfalls weiterhin zum Kandidatenkreis für die Kapino-Nachfolge zählen. Anders verhält es sich bei Michael Rensing (36) - der seit Sommer vereinslose Schlussmann sei keine Option für das Team von Trainer Florian Kohfeldt.

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