Ex-Kapitän Junuzovic rät Schmid „Er muss seinen eigenen Weg finden“

Es ist längst bekannt, dass sich österreichische Fußballer bei Werder sehr wohl fühlen. Aktuellstes Beispiel ist Romano Schmid, über den jetzt dessen Landsmann und Ex-Bremer Zlatko Junuzovic gesprochen hat.
29.01.2021, 15:45
Lesedauer: 2 Min
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Von Timo Strömer

Romano Schmid kommt beim SV Werder Bremen immer besser in Fahrt, das ist auch dem Ex-Werder-Kapitän Zlatko Junuzovic nicht verborgen geblieben. Wandelt Schmid womöglich sogar auf den Spuren des früheren Bremer Publikumslieblings? „Er muss seinen eigenen Weg finden“, meint Junuzovic im #DeichFUMS-Podcast. Schmid habe mit seinen Qualitäten aber „definitiv“ das Potenzial ein Spieler zu werden, an dem Werder noch viel Freude haben kann.

Die Parallelen liegen auf der Hand: Ähnliche Spielertypen, ähnliche Statur, ähnlicher Stil im offensiven Mittelfeld, das Auge für den Nebenmann stets scharf gestellt und Österreicher – Romano Schmid erinnert einige Fans des SV Werder Bremen an den jungen Zlatko Junuzovic. „Solche Vergleiche sind immer schwierig“, sagt „Zladdi“: „Bei Romano hoffe ich einfach, dass er sich Schritt für Schritt weiterentwickelt, es nicht zu schnell geht und er nicht verheizt wird. Er muss seinen eigenen Weg finden und die Dinge richtig einordnen.“

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Schmid und Junuzovic haben eine gemeinsame Vergangenheit, die Wege kreuzten sich bei RB Salzburg: Junuzovic war 2018 nach sechseinhalb Jahren beim SV Werder Bremen zum österreichischen Spitzenclub gewechselt, Schmid war schon da, hatte ein Jahr zuvor den Schritt vom Heimatverein Sturm Graz nach Salzburg gewagt. Bei RB haben sie gemeinsam trainiert, doch während Junuzovic bis heute für Salzburg in der ersten österreichischen Liga spielt, kam Schmid vor allem im Farmteam, dem Zweitligisten FC Liefering, zum Einsatz. Im Januar 2019 dann der Wechsel zu Werder und die direkte Ausleihe an den Wolfsberger AC. „Er ist gegangen und hat sich sehr gut entwickelt“, so Junuzovic: „Romano hat Spielpraxis gebraucht. Das war extrem wichtig, deswegen war die Leihe zum WAC sehr gut für ihn, auch weil er international hat spielen können. Das hat ihm sehr gut getan – auch für die Robustheit.“

Seit dieser Saison ist Romano Schmid zurück beim SV Werder und der 21-Jährige kommt nach einem zwischenzeitlichen „tiefen Loch“ (Trainer Florian Kohfeldt) immer besser in der stark verjüngten Mannschaft der Bremer zurecht. „Die Bundesliga ist dann doch noch mal ein bisschen etwas anderes, auch das Drumherum. Daran muss man sich gewöhnen – und ich glaube, dass Romano auch vom Kopf her den nächsten Schritt gemacht hat und er Werder jetzt auf jeden Fall weiterhelfen kann“, erklärt Junuzovic. Der 33-Jährige weiter: „Er ist eigentlich ein ruhiger Typ, auch ein bisschen in sich gekehrt – aber im positiven Sinn: Er wartet erst einmal ab. Das empfinde ich nicht als etwas Schlechtes. Er kommt mit jedem gut klar, weil er vom Typ her so ist. Wichtig ist, dass er auf dem Platz offener ist, auch mal laut wird und Persönlichkeit zeigt. Vielleicht kann er da noch reifen, er ist ja noch sehr jung.“

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Der Rest komme dann von selbst, denn „die fußballerischen Qualitäten hat er sowieso“, glaubt Junuzovic: „Er ist ein großes Talent, er hat eine gute Technik, eine gute Übersicht und kann jetzt auch körperlich mithalten. Damit kann er sehr unangenehm für den Gegner und eine große Hilfe für die eigene Mannschaft sein.“ Davon könne dann wiederum auch Romano Schmid profitieren: „Werder ist jetzt gerade in einer sehr guten Phase, in der Punkte geholt werden. Das ist für jeden einzelnen in der Mannschaft wichtig, um das nötige Selbstvertrauen aufzubauen. Werder macht es momentan als Mannschaft sehr gut und das hilft auch Romano persönlich, sich zu finden.“

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