Werder-Fakten gegen Union Düstere Serien, Angstgegner und ein stürmender Hoffnungsträger

Die Liste der Mutmacher ist vor Werders Spiel gegen Union Berlin nicht gerade lang. Doch nach dem Debakel in Köln ist Wiedergutmachung angesagt. Fakten zur Begegnung.
25.01.2023, 16:59
Lesedauer: 2 Min
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Von Malte Bürger

Mit dem ersten Heimspiel des Jahres will der SV Werder Bremen wieder zurück in die Erfolgsspur finden und das jüngste 1:7 gegen den 1. FC Köln vergessen lassen. Die Hanseaten treffen auf Union Berlin (20.30 Uhr), unsere Deichstube hat einige Fakten zur Begegnung parat.

Angstgegner aus Köpenick: Allzu häufig gab es diese Begegnung noch nicht – und während die Bremer auswärts durchaus zu gefallen wussten, sieht die Bundesliga-Heimbilanz ziemlich mau aus. Zwei Mal waren die Berliner bislang im Weserstadion zu Gast, in beiden Fällen entführten sie alle drei Punkte. Die Grün-Weißen kamen dagegen nicht einmal in den Genuss eines Torerfolges, da die Partien jeweils mit einem 0:2 aus ihrer Sicht endeten.

Heilsbringer Füllkrug: Wenn bei Werder im Moment etwas geht, so wirkt es, dann hat Niclas Füllkrug seine Füße im Spiel. Der Angreifer hat bereits die meisten Hinrundentore eines Bremers seit elf Jahren erzielt, legt er gegen Union einen Treffer nach, holt er auch noch Claudio Pizarro aus der Saison 2011/12 ein. Um allerdings mit den Rekordhaltern Miroslav Klose (2005/06) und Ailton (2003/04) gleichzuziehen, bräuchte Füllkrug einen Sahnetag allererster Güte. Die einstigen Bremer Angreifer markierten damals jeweils 16 Tore in den ersten 17 Partien. Füllkrug kennt allerdings das Gefühl, gegen die Hauptstädter zum Jubeln abzudrehen. Im Laufe seiner Karriere hat er den Unionern bereits fünf Tore eingeschenkt, am 23. April 2016 gelang ihm im Trikot des 1. FC Nürnberg sogar ein Dreierpack, als er großen Anteil daran hatte, dass in dem damaligen Zweitligaduell aus einem 0:2-Rückstand ein 6:2-Triumph wurde.

Schwarze Serien: Nein, die Liste an Mutmachern ist nicht allzu lang. Stattdessen überwiegen die bösen Omen, die Werders Hinrunden-Abschluss begleiten. Die Bremer haben nämlich schon seit einigen Jahren das letzte Vorrundenspiel nicht mehr gewonnen, insgesamt gab es in dieser Zeit nur einen Zähler. Der bis dato letzte Sieg gelang 2014 gegen Borussia Dortmund (2:1). Auch bei der Bilanz zum ersten Heimspiel eines neuen Jahres sieht es mager aus. Dort herrscht eine sechsjährige Erfolgsdürre, weshalb seither insgesamt lediglich drei Zähler zusammenkamen. Noch schlimmer wird es beim Blick auf die Januar-Statistik, denn Werder entschied in der Bundesliga lediglich eines der vergangenen 14 Januar-Heimspiele für sich. Anfang des Jahres 2021 wurde der FC Augsburg mit 2:0 bezwungen.

Auf Augenhöhe: In der Tabelle trennen Werder und Union ein paar Plätze, die Berliner zählen aktuell bekanntlich zur Spitzengruppe der Liga. In der Fairplay-Wertung bewegen sich beide Teams dagegen bislang auf einem ähnlichen Niveau. Die Bremer haben inzwischen 29 Gelbe Karten angesammelt, der jetzige Gegner bringt es bislang auf deren 28. Bei den Platzverweisen herrscht Gleichstand, jeweils ein Mal mussten die Mannschaften eine Rote-Karte hinnehmen.

Hinein in die Top-50: Noch muss sich Jiri Pavlenka seinen Platz mit Ivan Klasnic und Paul Stalteri teilen. Die beiden Double-Gewinner von 2004 haben es im Laufe ihrer Karriere auf 151 Bundesliga-Einsätze für den SV Werder Bremen gebracht – ebenso wie der tschechische Nationalkeeper. Wird die Bremer Nummer eins erwartungsgemäß auch gegen Union Berlin zwischen den Pfosten stehen, zieht sie mit dem nächsten Double-Helden gleich: Fabian Ernst hat als 49. des Werder-Rankings 152 Partien auf dem Konto. 

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