Werder-Optionen gegen Mainz

Osako als Leader, Füllkrug als Joker

So viele personelle Veränderungen wie vor dem Spiel in Dortmund wird Bremens Trainer Florian Kohfeldt vor der Partie gegen Mainz in seiner Startelf wohl nicht vornehmen. Aber er ist zum Handeln gezwungen.
20.04.2021, 19:19
Lesedauer: 1 Min
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Von Daniel Cottäus
Osako als Leader, Füllkrug als Joker

Florian Kohfeldt - wieder zum Handeln gezwungen.

nordphoto GmbH / gumzmedia

Vor dem vergangenen Spieltag in Dortmund waren es gleich sechs (!) personelle Veränderungen, die Werders Bremens Trainer Florian Kohfeldt in seiner Startelf vornahm. Ganz so groß dürfte die Rotation vor dem wichtigen Heimspiel gegen Mainz 05 (Mittwoch, 20.30 Uhr) zwar nicht ausfallen - und trotzdem ist der Coach einmal mehr zum Handeln gezwungen.

Klar ist: Im Vergleich zum 1:4 beim BVB wird Christian Groß aus der ersten Elf verschwinden, weil er sich am Sonntag seine fünfte Gelbe Karte eingehandelt hat. Die Rolle als zentraler Mann in der Dreier- beziehungsweise Fünferkette wird deshalb an Niklas Moisander gehen, an dessen Seite (von rechts nach links) Theodor Gebre Selassie, Milos Veljkovic, Marco Friedl und auch Rückkehr Ludwig Augustinsson zum Einsatz kommen dürften. Der Schwede hat seine Oberschenkelzerrung endgültig auskuriert und drängt wieder in die erste Elf, nachdem er in Dortmund bereits 90 Minuten auf der Bank gesessen hatte.

Im Bremer Mittelfeld wird im Vergleich zum BVB-Spiel sehr wahrscheinlich Leonardo Bittencourt wegen einer Kapselverletzung fehlen. Maximilian Eggestein und auch Kevin Möhwald dürften erneut gesetzt sein. Eggestein hatte in Dortmund eine gute Leistung gezeigt, Möhwald zwar nicht, aber nach dem Groß-Ausfall fehlen Kohfeldt hier schlicht die Alternativen. Für die kreative Rolle eine Reihe davor bietet sich theoretisch erneut Yuya Osako an, mit dessen Auftritt gegen den BVB der Trainer zwar nicht einverstanden war („Da hat er zu wenig Körperlichkeit auf den Platz gebracht“), dessen große Bedeutung in wichtigen Spielen Kohfeldt allerdings noch einmal besonders hervorhob: „Er ist ein Spieler, von dem ich in der Regel weiß, was ich bekomme, wenn es um alles geht.“ Hört sich gut an für den Japaner, sollte aber nicht als Startelf-Garantie verstanden werden. Alternativ stünde auch Romano Schmid bereit.

Im Angriff wird Kohfeldt einmal mehr auf Milot Rashica vertrauen, der in den vergangenen beiden Spielen gegen Leipzig und Dortmund je einmal getroffen hatte und ganz allmählich zur Form aus besseren Tagen zurückzufinden scheint. Für den Job an der Seite des Kosovaren kommt Niclas Füllkrug nach seinem Zehenbruch wieder in Frage. Wahrscheinlicher ist aber, dass Kohfeldt Josh Sargent beginnen lässt und Füllkrug später als Joker ins Spiel eingreift.

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