„Es gab keine Erklärung dafür“

Gelbe Karte gegen Kohfeldt sorgt für Unverständnis

Florian Kohfeldt legt Werder darauf, dass er an seinem Verhalten gegenüber den Schiedsrichtern gearbeitet hat. Umso mehr wurmte ihn die aus seiner Sicht unberechtigte Gelbe Karte, die er gegen Bayern sah.
22.11.2020, 10:47
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Gelbe Karte gegen Kohfeldt sorgt für Unverständnis
Von Christoph Bähr
Gelbe Karte gegen Kohfeldt sorgt für Unverständnis

Aufgebracht reden Florian Kohfeldt und Frank Baumann nach der Gelben Karte gegen den Werder-Trainer auf den vierten Offiziellen Matthias Jöllenbeck ein.

dpa

Florian Kohfeldt verstand die Welt nicht mehr. „Das ist bodenlos“, rief Werders Trainer. Sportchef Frank Baumann, der bis dahin zumeist ruhig auf der Bank gesessen hatte, sprang plötzlich auf und lief zum vierten Offiziellen Matthias Jöllenbeck, bei dem sich auch Kohfeldt dann noch lautstark beschwerte. Die Gelbe Karte, die Kohfeldt in der 80. Minute des Bayern-Spiels sah, sorgte bei Werder für Ärger und großes Unverständnis. „Es gab keine Erklärung dafür. Ich kann die Gelbe Karte in keiner Weise nachvollziehen“, sagte Kohfeldt nach dem Abpfiff und war immer noch ratlos.

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Vor seiner Verwarnung hatte der Coach nach einem Zweikampf zwischen Ludwig Augustinsson und Benjamin Pavard einen durchaus berechtigten Freistoß für seine Mannschaft gefordert, den Schiedsrichter Guido Winkmann jedoch nicht gab. „Das war ein glasklares Foul. Dass es dann in der 80. Minute etwas emotional wird, ist klar“, sagte Kohfeldt. Die Proteste seien aber absolut im Rahmen geblieben. Überhaupt betonte Werders Trainer: „Ich hatte einen sehr guten Austausch mit dem Schiedsrichter, und mit dem vierten Offiziellen war es sehr entspannt.“

Umso mehr wurmte ihn diese Gelbe Karte, auch weil Kohfeldt in der Vergangenheit schon mehrmals mit Schiedsrichtern aneinander geraten war und solchen Konflikten in letzter Zeit bewusst aus dem Weg geht. Er unterstrich: „Zu Beginn meiner Trainertätigkeit in der Bundesliga hatte ich den einen oder anderen zu impulsiven Auftritt, aber da habe ich schon an mir gearbeitet."

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