Beijmo wechselt nach Malmö

Das millionenschwere Missverständnis

Vor zwei Jahren war Felix Beijmo mit großen Ambitionen zu Werder gekommen, doch in Bremen wurde er nie richtig glücklich - und der Verein mit ihm auch nicht. Nun endet das millionenschwere Missverständnis.
13.08.2020, 08:53
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Das millionenschwere Missverständnis
Von Malte Bürger
Das millionenschwere Missverständnis

Felix Beijmo hat sich nach Malmö verabschiedet.

nordphoto

Am Mittwochabend war Felix Beijmo bereits bei seinem neuen Klub. Mehr schlecht als recht hatte sich der Außenverteidiger im Stadion versteckt, als Malmö FF in der Liga auf Örebro SK traf. Immerhin war er dieses Mal aufgefallen - das war ihm zuvor an der Weser im Grunde nur ein einziges Mal gelungen: bei seiner Vorstellung. Mit markigen Worten hatte Beijmo vor knapp zwei Jahren den Konkurrenzkampf auf der rechten Seite ausgerufen, Theodor Gebre Selassie hatte er aus der Startelf verdrängen wollen. Es war ein Unterfangen, das komplett in die Hose ging.

Beijmo, für satte drei Millionen Euro von Djurgarden IF abgekauft, schaffte es in den folgenden Monaten kaum einmal in den Spieltagskader. Im Training offenbarte er einige Defizite, die es Florian Kohfeldt selbst bei größten Personalsorgen nicht ermöglichten, auf den mittlerweile 22-Jährigen zu setzen. So blieb Beijmo stets Zuschauer, für Werder absolvierte er nicht ein einziges Pflichtspiel. Besser lief es bei einer Leihe nach Malmö, wo er in der Meisterschaft und Europa League auflief und einen derart guten Eindruck hinterließ, dass der Topklub aus Skandinavien nun erneut zugriff. Dieses Mal ist es ein fester Transfer, der Vertrag läuft bis 2023. Mehr Details gibt es nicht - auch nicht darüber, ob Werder seinen Fehleinkauf nun komplett kostenlos ziehen ließ.

„Ich habe mich danach gesehnt, dass es endlich so weit ist. Und jetzt fühlt es sich unglaublich gut an“, wird Beijmo zitiert, der in der vergangenen Rückrunde noch einmal einen eher unbefriedigenden Leih-Abstecher zum Zweitligisten Greuther Fürth gemacht hatte. „Es ist besser, dass ich diesmal voll involviert sein kann.“ Werder hat somit ein Problem gelöst, es bleibt jedoch die Erinnerung an ein teures Missverständnis: „Seine Zeit bei uns haben sich beide Seiten anders vorgestellt„, sagte Sportchef Frank Baumann. “Wir freuen uns daher für Felix, dass er in seinem Heimatland nun eine neue Herausforderung annehmen kann und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“

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