Selbstvertrauen ist in Bremen zurück Werder gibt gegen Stuttgart drei Antworten

Bremen. Das 0:5-Debakel bei Borussia Mönchengladbach hatte bei Werder Bremen viele Fragen aufgeworfen, mit dem 2:0-Erfolg über den VfB Stuttgart hat Werder diese - zumindest vorerst - beantwortet.
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Bremen. Das 0:5-Debakel bei Borussia Mönchengladbach hatte bei Werder Bremen viele Fragen aufgeworfen, mit dem 2:0-Erfolg über den VfB Stuttgart hat Werder diese - zumindest vorerst - beantwortet. "Wir haben heute die richtige Reaktion gezeigt", befand Trainer Thomas Schaaf nach dem verdienten Heimsieg über die Schwaben. Sportdirektor Klaus Allofs sah sich darin bestätigt, "eine Mannschaft [zu] haben, die auf alle Fragen eine Antwort weiß". Hier sind Werder Bremens Antworten auf die drei wichtigsten Fragen der letzten Woche.

Kann Werder Bremen auch ohne Claudio Pizarro gewinnen?Ja. Die Verletzung des Torjäger fiel zwar bei der schlechten Chancenverwertung der Sturmkollegen Rosenberg und Arnautovic auf, konnte aber letztlich kompensiert werden. "Natürlich ist es ein Qualitätsverlust, wenn Claudio nicht dabei ist, aber die anderen sind toll in die Bresche gesprungen", fasst Clemens Fritz zusammen. Für Allofs hat sich die Frage ohnehin nie gestellt. "Wenn wir einen Kader hätten, der nicht ohne Claudio spielen könnte, wäre die Gruppe falsch zusammengestellt", sagte der Sportdirektor.

Zeigt Werder Bremen nach dem 0:5-Debakel eine Reaktion?Ja. Was in Gladbach fehlte, stimmte gegen Stuttgart. Laufbereitschaft, Kompaktheit und Disziplin waren das Fundament für das erste "zu-Null" seit dem 6. August. "Wir waren von der ersten Minute an präsent und haben hinten sehr gut gestanden und kaum etwas zugelassen", sagt Clemens Fritz. Die Spieler wirkten wie ausgetauscht. Beispiel Philipp Bargfrede: In Gladbach noch überfordert, am Sonntag maßgeblich an beiden Toren beteiligt. Oder Marko Arnautovic: Vor einer Woche lustlos, gegen Stuttgart extrem spiel- und lauffreudig. Die Aufarbeitung des Debakels scheint bei den Werder-Profis Früchte getragen zu haben. "Die vier Verteidiger hatten sich vorige Woche zusammengesetzt und heute haben wir alle für einander gearbeitet, das war perfekt", beschreibt Torschütze Naldo. Auch Trainer Thomas Schaaf sprach von einem guten Spiel: "Das, was uns zuletzt etwas verloren gegangen ist, haben wir heute besser gemacht."

Kann Werder Bremen auch gegen Teams aus der oberen Tabellenregion punkten?Ja. Anders als gegen Gladbach (0:5), Dortmund (0:2), Leverkusen (0:1) oder Hannover (2:3) hat Werder im fünften Anlauf endlich gepunktet. "Stuttgart zählt für mich zu dem Spitzenteams", hatte Allofs vor dem Duell noch einmal verdeutlicht und zudem betont, dass er "keinen großen Unterschied" zwischen den Teams in der Bundesliga erkennen könne. Gegen den VfB, der nach der Niederlage nur noch Tabellensiebter ist, holte Werder nicht nur drei Punkte, sondern war auch das bessere Team.

Soviel zur grün-weißen Momentaufnahme. Ob nun das 0:5 von Mönchengladbach oder das 2:0 gegen Stuttgart ein "Ausrutscher" nach unten bzw. oben war, werden die kommenden Wochen zeigen. Da warten in Bayern München, VfL Wolfsburg und Schalke 04 noch drei namhafte Gegner auf Werder. "Wir dürfen uns vor den Bayern nicht in die Hose machen", fordert der Werder-Boss. "Wir brauchen uns vor keinem Gegner zu verstecken", sagt auch Fritz. Das Selbstvertrauen ist zurück: Zumindest das eine wertvolle Erkenntnis aus dem sechsten Heimsieg der Saison. (bb/sid/dapd)

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