Werder hat sich viel vorgenommen Markus Anfang geht von "sehr, sehr schwerem Spiel" gegen Darmstadt aus

Werder-Trainer Markus Anfang geht davon aus, dass die Auswärtspartie gegen seinen Ex-Club Darmstadt am Sonntag ein "sehr, sehr schweres Spiel" wird.
16.10.2021, 18:10
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Es gibt da dieses eine Wort, das während der Länderspielpause rund ums Weserstadion ziemlich oft gefallen ist. Es lautet: Selbstvertrauen. Genau das hatte sich Werder Bremen vor zwei Wochen durch den überzeugenden 3:0-Heimsieg gegen den 1. FC Heidenheim geholt, hatte es danach behutsam durch die spielfreie Zeit getragen, um es nun, am Sonntag in Darmstadt, möglichst weiter zu stärken - mit einem Auswärtssieg.

"Wir sind in sehr guter Form und wollen zeigen, dass wir auch zwei, drei, vier Spiele hintereinander gewinnen können“, hatte Mittelfeldspieler Ilia Gruev unlängst betont. Das Problem ist nur: Selbiges trifft auch auf Gegner Darmstadt zu. Kein Wunder also, dass Werder-Trainer Markus Anfang vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Club von einem "sehr, sehr schweren Spiel" ausgeht.

Während das erwähnte Bremer Selbstvertrauen aus dem 3:0 gegen Heidenheim erwachsen ist, liegt dem Darmstädter sogar ein 6:1-Erfolg zugrunde, herausgeschossen am vergangenen Spieltag beim SV Sandhausen. Auch den FC Ingolstadt hatte das Team am dritten Spieltag mit diesem Resultat abgeschossen. "Diese Ergebnisse waren kein Zufall. So etwas steckt durchaus in der Mannschaft drin", sagt Anfang, der in der vergangenen Spielzeit noch Trainer der "Lilien" gewesen war, den Kader des kommenden Gegners also bestens kennt. "Wir haben da sicherlich einen guten Überblick, aber trotzdem spielt Darmstadt unter dem neuen Trainer etwas anders Fußball, sodass wir uns ganz normal auf das Spiel vorbereitet haben."

Seit dieser Saison ist Torsten Lieberknecht für die "Lilien" verantwortlich, hat mit ihnen aus bisher neun Spielen 13 Punkte und damit einen weniger als Werder geholt. Nach zwei Niederlagen zu Saisonbeginn hat Darmstadt allmählich in die Spur gefunden, lässt es allerdings - ähnlich wie Werder - noch an der nötigen Konstanz vermissen. Zuletzt wechselten sich Sieg und Niederlage für die "Lilien" im Wochenrhythmus ab. Gegen Werder soll nun erstmals der zweite Erfolg am Stück eingefahren werden, wobei den Angreifern Phillip Tietz (acht Saisontore) und Luca Pfeiffer (fünf Saisontore) eine wesentliche Rolle zukommen dürfte. Dass Klaus Gjasula (Covid-19-Infektion) im Mittelfeld fehlen wird, stellt allerdings eine Schwächung für die Gastgeber da.

Anfang rechnet aber auch so mit einer "sehr homogenen, stabilen und erfahrenen Mannschaft", die seinen selbstbewussten Bremern ihrerseits selbstbewusst gegenübertreten wird. Auf dem Spiel steht schließlich einiges. Während der Sieger den Anschluss an die Spitzengruppe hält, wird der Verlierer bis auf Weiteres im grauen Tabellenmittelfeld kleben bleiben.

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