Werder Bremen - 1899 Hoffenheim Werder hat vom Unentschieden genug

Bremen. Einen Sieg hat Werder Bremen in dieser Rückrunde noch nicht feiern können. Das soll sich heute (15.30 bei uns im Liveticker) gegen 1899 Hoffenheim ändern. Ein Erfolg gegen den Tabellenachten im Weserstadion ist fast schon notwendig.
11.02.2012, 05:00
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Werder hat vom Unentschieden genug
Von Timo Sczuplinski

Bremen. Einen Sieg gab es für Werder Bremen in dieser Rückrunde noch nicht zu feiern. Das soll sich heute am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen 1899 Hoffenheim ändern. Ein Erfolg gegen den Tabellenachten im Weserstadion ist indes fast schon notwendig, will man sich an der Weser in den kommenden Woche keine größeren Sorgen um das Erreichen des internationalen Geschäfts machen.

Es sollte wieder nichts werden. Auch beim Trainingsspiel der Abschlusseinheit am Freitag durfte sich kein Werderaner über einen Sieg freuen. 3:3 trennten sich die beiden neunköpfigen Teams am Freitagnachmittag auf der Übungsplatz, bevor Thomas Schaaf zum Auslaufen bat. Möglicherweise hatten sich die Bremer ihr Erfolgserlebnis für heute aufheben wollen. Von Remis dürfte man an der Franz-Böhmert-Straße nach zuletzt drei Unentschieden in Folge jedenfalls genug haben.

Der Spielplan meint es immerhin gut mit Werder. Ähnlich wie am vergangenen Sonntag gegen Freiburg treffen die Bremer dieses Mal wieder auf so etwas wie einen Lieblingsgegner - jedenfalls, was die Heimspiele angeht. Vier Mal spielte die Schaaf-Elf im Weserstadion bisher gegen die TSG. Vier Mal blieb Werder Sieger. Was beim 2:2 in Freiburg am vergangenen Sonntag nicht klappte, soll demnach mit dem ersten Werder-Sieg in der Rückrunde heute nachgeholt werden. Eigentlich muss fast sogar schon ein Dreier her, damit Werder weiterhin nach vorn in Richtung der vier Champions-League-Plätze blicken kann - mit dem sicheren Gefühl, so schnell nicht von einem der ersten sechs Ränge, die insgesamt für die Teilnahme am europäischen Geschäft in der nächsten Saison berechtigen, verdrängt werden zu können.

"Eigentlich können wir froh sein, dass wir noch da oben stehen", sagt Kapitän Clemens Fritz. Werder, mit 31 Punkten derzeit auf Platz fünf stehend, konnte zuletzt keinen Profit aus der fehlenden Konstanz der Teams außerhalb der europäischen Plätze ziehen. Denn sie selbst ließen jene vermissen. Ein erfolgreicher Auftritt gegen die Kraichgauer ist daher umso wichtiger.

Mit einer Niederlage würden sich die Bremer nur zusätzliche Konkurrenz im Kampf um die Startplätze für den Europapokal schnitzen. Hoffenheim wäre trotz seiner jüngsten Negativserie mit dann 27 Punkten wieder mitten drin im Rennen um Platz sechs. Auch Teams wie lauern noch auf ihre Chance. Derzeit streiten sich neben den Bremern mit Hannover 96 und Bayer Leverkusen nur drei Teams um die Plätze fünf und sechs, die zur Teilnahme am Europapokal berechtigen. Werder dürfte einiges daran gelegen sein, diesen überschaubaren Anwärterkreis bei seiner Größe zu belassen.

Zumal am Ende der Saison womöglich sogar ein siebter Platz für den Weg nach Europa reichen würden. Nämlich genau dann, wenn Zweitligist Greuther Fürth das Halbfinale des DFB-Pokals nicht überstünde und sich keiner der anderen Halbfinalisten aus München, Dortmund, Mönchengladbach über den Endspielplatz im Pokal für das internationale Geschäft qualifizieren müsste.

Duell der zweiten Sturmreihen

Bleibt die Frage, wer überhaupt Tore in diesem wegweisenden Spiel beisteuern soll. Viele Torjäger bleiben auf dem Platz jedenfalls auf beiden Seiten nicht mehr übrig. Die Fans erwartet ein Duell der zweiten Sturmreihen. Nach der fünften gelben Karte von Torelieferant Claudio Pizarro muss Werder darauf hoffen, dass Markus Rosenberg und Marko Arnautovic die fehlende Torgefahr des Peruaners kompensieren können.

Während die Sperre von Werders Toptorjäger manch Bremer Fan tiefe Sorgenfalten auf die Stirn getrieben haben dürfte, dürfte den Hoffenheimer Anhängern nicht wohler sein. Bei ihnen fallen, ebenfalls gesperrt, mit Ryan Babel und Sejad Salihovic genau diejenigen Spieler aus, die in der bisher eher tristen Hoffenheimer Saison noch ab und zu zu glänzen vermochten. Konnte man sich in den vergangenen Jahren auf die gefährliche Offensive der 1899er verlassen, tritt dieses Mal - gerade nach deren Trainerwechsel - gewissermaßen ein blau-weißes Überraschungspaket im Weserstadion auf.

"Ein Vorteil für uns", bezeichnet Tim Wiese die personelle Situation des Gegners. Bleibt die Hoffnung, dass die Grün-Weißen die guten Vorzeichen dieses Mal auch in drei Punkte umsetzen können.

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