Neue 2G-Regelung

Werder hofft schon in Kürze auf ein volles Weserstadion

Der Bremer Senat hat ein neues Stufenmodell entwickelt, um Corona weiterhin zu bekämpfen. Für Werder sind das gute Nachrichten: Durch die 2G-Regelung könnte es bald wieder ein volles Weserstadion geben.
21.09.2021, 20:24
Lesedauer: 2 Min
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Von kni

Der Bremer Senat hat die Steilvorlage geliefert – und die möchte der SV Werder Bremen nun so schnell wie möglich verwandeln. Der Zweitligist hofft darauf, schon in den nächsten Wochen wieder vor einem vollen Weserstadion spielen zu können. Zuletzt waren nur 21.000 Besucher erlaubt, also die halbe Kapazität. „Mit der optionalen Einführung eines 2G-Modells können die Beschränkungen entfallen“, heißt es nun in einem Beschluss des Bremer Senats, der ab dem 1. Oktober gilt.

Das bedeutet: Lässt Werder nur geimpfte oder genesene Zuschauer ins Stadion, dürfen alle Plätze besetzt werden. Es gilt dann weder eine Abstands- noch eine Maskenpflicht. Genau so soll es kommen, wenn auch mit ein paar Besonderheiten. 
„Es ist ein gutes Signal, dass die Politik der ganzen Veranstaltungsbranche eine Perspektive zur Normalität aufgezeigt hat. Das begrüßen wir sehr“, erklärte Werder-Geschäftsführer und Präsident Hubertus Hess-Grunewald auf Nachfrage unserer Deichstube: „Wir haben natürlich ein entsprechendes Konzept vorbereitet und sind im Dialog mit den Behörden und Senatoren.“ Bereits am Mittwoch sollen Gespräche geführt werden. Das nächste Heimspiel steigt – wie passend – am Freitag, 1. Oktober, um 18.30 Uhr.

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Ob dann bereits die volle Kapazität ausgeschöpft werden darf, ist noch offen. Der Beschluss beinhaltet auch den Passus: „Die Vorlagepflicht eines Hygienekonzeptes und die Genehmigungspflicht bleiben bestehen.“ Letztlich entscheiden also weiterhin die Behörden, wie viele Besucher zugelassen werden.

Einige Besonderheiten müssen dabei ebenfalls beachtet werden. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Menschen, die sich nicht impfen lassen können, sind von der 2G-Regel ausgenommen, sie dürfen auch getestet ins Stadion. Denkbar ist zudem ein spezieller 3G-Bereich, in dem auch ein negativer Test für den Einlass ausreichen könnte. Doch grundsätzlich will Werder auf 2G setzen – aus kaufmännischer Sorgfaltspflicht, wie es heißt. Denn der Zweitligist ist dringend auf die Zuschauereinnahmen angewiesen. Pro Geisterspiel – also vor leeren Rängen – fehlte den Bremern in der Bundesliga etwas mehr als eine Million Euro in der Kasse. Jetzt dürften es in der Zweiten Liga mit halbvollen Rängen etwa 500.000 Euro sein. Das könnte sich schon bald ändern, wenn die Behörden Werders Konzept durchwinken – und sich die Corona-Lage nicht entscheidend verändert. Ab dem 1. Oktober gilt in Bremen ein neuer Warnstufenplan, bei dem die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz die wichtigste Rolle spielt.

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