Vorschau auf Werders DFB-Pokalspiel Der Brocken von der Bremer Brücke

In der ersten Runde des DFB-Pokals trifft Werder am Sonnabend auf den Drittligisten VfL Osnabrück. Trainer Markus Anfang erwartet ein schweres Spiel beim vermeintlichen Außenseiter.
06.08.2021, 12:52
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Von Daniel Cottäus

Natürlich hat er diesen Tag nicht vergessen. Wie sollte er auch? Schließlich war Markus Anfang einem Titel im deutschen Profifußball nie näher als am 31. Mai 2003. Damals stand der heutige Werder-Trainer als aktiver Profi mit dem 1. FC Kaiserslautern im DFB-Pokalfinale gegen die Bayern. „Leider hatte sich das Spiel für uns recht schnell erledigt“, blickt Anfang zurück, der mit dem 1. FCK schon nach zehn Minuten mit 0:2 hinten lag und am Ende mit 1:3 verlor. Das Erlebnis „Pokalfinale in Berlin“ sei aber trotzdem etwas ganz Besonderes gewesen, betont Anfang, der dem Wettbewerb genau wie sein aktueller Arbeitgeber sehr große Bedeutung beimisst. Kein Wunder also, dass für den 47-Jährigen im Erstrundenspiel beim Drittligisten VfL Osnabrück mit Werder nur eines zählt: das Weiterkommen.

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„Wir wollen die Runde unbedingt überstehen, und so werden wir auch auftreten“, kündigt Anfang an, der allerdings weiß, dass die Bremer Brücke ein Ort ist, an dem im Pokal schon so manch Favorit gestolpert ist. „Uns erwartet ein richtiger Brocken, denn jeder, der schon einmal in Osnabrück gespielt hat, weiß, was dort abgehen kann“, sagt Anfang. Als Trainer hat er weder mit Kiel noch mit Darmstadt an der Bremer Brücke gewinnen können.

Nach dem Abstieg in die 3. Liga ist Osnabrück um Neu-Trainer Daniel Scherning (kam vom SC Paderborn) gut in die Saison gestartet. Nachdem das erste Spiel beim MSV Duisburg wegen positiver Corona-Fälle beim MSV hatte abgesagt werden müssen, erkämpfte sich Osnabrück in Saarbrücken einen 2:1-Erfolg – obwohl das Team seit der vierten Minute in Unterzahl spielen musste. „Das zeigt, dass die Mannschaft wahnsinnig viel Wille und Mentalität hat“, sagt Anfang, in dessen Kader in Felix Agu, Christian Groß und Niklas Schmidt drei Ex-Osnabrücker stehen. Und auch sie teilen natürlich das große Bremer Ziel vor der Partie, das Anfang wie folgt beschreibt: „Wir wollen den Trend, den wir in der 2. Liga in Düsseldorf gestartet haben, unbedingt fortsetzen.“    

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