Werder in Noten Nicht nur Toprak und Friedl neben der Spur

Den realistischen Fußballfans war wohl klar, wie das Spiel am Samstag Werder gegen Leipzig wohl ausgehen würde. Trotz der Übermacht des Gegners haben die Bremer nicht gerade toll gespielt, wie die Noten zeigen.
10.04.2021, 17:48
Lesedauer: 3 Min
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Von Daniel Cottäus

Jiri Pavlenka: Es war ein bitterer Nachmittag für den Torhüter, der sich keine größeren Fehler leistete, den Ball aber dennoch viermal aus dem Netz holen musste. Ließ sich in einigen Szenen etwas von der Unsicherheit seiner Vorderleute anstecken, wie auch vor dem 0:3. Note 3,5

Ömer Toprak (bis 45.): Nach überwundenen Rückenproblemen zurück in der Abwehr, allerdings auf veränderter Position – nämlich als rechter Part der Dreierkette. Und dort lief es für den 31-Jährigen zu Beginn noch gewohnt gut, dann aber immer schlechter. Ließ sich vor dem 0:1 zu leicht herauslocken, leistete sich auch sonst ungewohnte Fehler – und schied kurz vor der Pause verletzt aus. Note 5

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Niklas Moisander: Blieb nach dem Erfolg im Pokal-Halbfinale in der Startelf und erhielt den Vorzug vor Veljkovic. Als zentraler Mann der Bremer Defensive zwar lange mit der geringsten Fehlerquote, allerdings auch nicht in der Lage, seinen Nebenleuten Sicherheit zu geben. Note 4

Marco Friedl: Um mit dem Positiven anzufangen: Die Standards des Österreichers waren kleine Lichtblicke im Bremer Spiel. Defensiv auf der linken Seite dafür aber mit riesigen Problemen. Sah vor dem 0:2, dem 1:4 und vor allem vor dem 0:3 nicht gut aus, als er Vorlagengeber Orban den Ball direkt in die Füße spielte. Note 5,5

Theodor Gebre Selassie: Auch Werders Dauerbrenner erwischte einen ganz schwachen Tag. Hatte auf der rechten Seite arge Schwierigkeiten gegen den schnellen Kluivert. Ließ Dani Olmo vor dem 0:2 laufen und Sörloth vor dem 0:3 viel zu viel Platz im Strafraum. Note 5,5

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Manuel Mbom (bis 45.): Rückte nach zuletzt fünf Bundesligaspielen auf der Bank überraschend für Möhwald in die Anfangsformation. In etlichen Szenen war zu erkennen, dass er mit dem Tempo des Gegners überfordert war. War jeweils Teil der Bremer Fehlerketten vor dem 0:1 und 0:2. Note 5,5

Christian Groß: Gab im defensiven Mittelfeld die Rolle als Eggestein-Ersatz. Erledigte den Job ohne größere Fehler, eroberte in der Anfangsphase auch einige Bälle und ackerte generell unermüdlich. Aber ihm fehlte vor der Abwehr oftmals auch das nötige Tempo. Note 4

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Felix Agu (bis 68.): Weil Augustinsson verletzt fehlte, kam der 21-Jährige zu seinem 14. Bundesliga-Spiel. Schaffte es vor der Pause gegen Adams kaum einmal aus der eigenen Hälfte heraus, weil er defensiv arge Probleme hatte. Agierte nach dem Wechsel im Mittelfeld und ließ Sabitzer vor dem 1:4 zu viel Platz. Musste kurz danach verletzt runter. Note 5

Eren Dinkci (bis 45.): Der 19-Jährige stand nach zuvor vier Kurzeinsätzen erstmals von Beginn an in der Bundesliga auf dem Platz. Viel ausrichten konnte er dort allerdings nicht. Wirkte am Anfang sehr nervös, wurde dann etwas frecher im Pressing, hatte sogar einen Abschluss. Bekam auf dem rechten Flügel aber auch nur wenige Bälle. Note 4,5

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Davie Selke: Kehrte seit Ende Januar erstmals in die Startelf zurück. War im leeren Weserstadion sehr oft mit lautstarken Kommandos an die Mitspieler vernehmbar, strahlte aber nur wenig Gefahr aus – mit einer Ausnahme: Vergab eine Großchance per Kopf. Note 5

Josh Sargent (bis 84.): Kam zunächst über den linken Flügel, wo er viel unterwegs war, sich aber nicht entscheidend in Szene setzen konnte. Nach der Pause dann in zentraler Rolle, aber auch dort kein Faktor im Offensivspiel. Note 5

Milos Veljkovic (ab 46.): Ersetzte den verletzten Toprak und sortierte sich in die Viererkette ein, mit der Werder nach der Pause agierte. Gegen Sörloth meist auf dem Posten. Note 4

Kevin Möhwald (ab 46.): Mit ihm sollte endlich mehr Stabilität ins Bremer Spiel kommen, was - verglichen mit Halbzeit eins - auch durchaus der Fall war. Schaffte es aber auch nicht, die Kollegen so sehr mitzureißen, dass eine Kehrtwende möglich gewesen wäre. Note 4

Milot Rashica (ab 46.): Fiel direkt mit einem etwas zu hoch angesetzten Freistoß auf und zielte später beim Handelfmeter genauer: Das 1:3 war das erste Saisontor des Angreifers, der aus dem Spiel heraus weitestgehend ungefährlich blieb. Note 4

Romano Schmid (ab 68.): Konnte in der Schlussphase nichts mehr ausrichten. Note -

Yuya Osako (ab 84.): Werders letzter Joker in diesem Spiel stach nicht mehr. Note -

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