Testspielsieg beim VfL Osnabrück Werder in Torlaune

Werder hat das Testspiel am Sonntag beim VfL Osnabrück mit 3:0 (2:0) gewonnen, nachdem es zuletzt in der Offensive gehakt hatte. Für die Bremer trafen Aron Johannsson, Zlatko Junuzovic und Yuning Zhang.
16.07.2017, 16:44
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Werder in Torlaune
Von Felix Frank

„Es ist wichtig, dass sich alle Spieler selbst fordern. Die Defensivorganisation ist die wichtigste Basis“, sagte Alexander Nouri vor der Partie an der Bremer Brücke. Für den Werder-Coach war es die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. „Ich komme immer sehr gerne zurück, mein Sohn wurde hier geboren. Wir fühlen uns sehr wohl hier“, so Nouri, der von 2004 bis 2008 für die Osnabrücker gespielt hatte. Sein Gegenüber, VfL-Trainer Joe Enochs, erwartete bei der Generalprobe vor dem Drittliga-Start am Freitag beim Karlsruher SC, dass seine Schützlinge „mutig nach vorne spielen“. Beim vergangenen Aufeinandertreffen im November hatte Werder mit 5:1 bei den Osnabrückern gewonnen. Matchwinner beim Testspiel damals: Max Kruse mit zwei Toren und einer Vorlage.

Eine Wiederholung der Kruse-Show war bereits vor dem Anpfiff am Sonntag ausgeschlossen. Denn: Im Vergleich zu den beiden Partien am Sonnabend beim Telekom-Cup tauschte Nouri seine Mannschaft mächtig durch. Keeper Michael Zetterer, der im Finale gegen die Bayern einen Elfmeter pariert hatte, war der einzige Spieler in der Bremer Startelf, der auch am Vortag zum Einsatz gekommen war. Torwart Jaroslav Drobny, der eigentlich eine Halbzeit hätte spielen sollen, fehlte nach einem Wespenstich aufgrund einer allergischen Reaktion am Fuß. Mit Mittelfeldmann Ole Käuper und Innenverteidiger Dominic Volkmer durften zwei Akteure aus Werders U23 von Beginn an ran.

Junuzovic und Johannsson eiskalt

Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern, die auch die erste gefährliche Offensivaktion verbuchten: Christian Bickel stocherte im Strafraum nach, sein Schussversuch wurde aber abgefälscht und verfehlte das Werder-Tor (4.). Bei der anschließenden Ecke bestraften die Osnabrücker eine Unsicherheit von Zetterer nicht. Die Bremer tauchten nach einer guten Viertelstunde erstmals vor dem gegnerischen Kasten auf: Nach einem Eckstoß von Kapitän Zlatko Junuzovic scheiterte Volkmer per Nachschuss an VfL-Keeper Marius Gersbeck.

Nur wenige Sekunden später zappelte der Ball im Osnabrücker Tor: Junuzovic schickte Aron Johannsson in den Lauf – und der US-Amerikaner besorgte mit einem trockenen Schuss ins lange Eck die Führung für Werder (19.). Und die Grün-Weißen legten sofort nach. Wieder waren die beiden Protagonisten des ersten Treffers beteiligt – diesmal in vertauschten Rollen: Der agile Johannsson bediente den ebenfalls auffälligen Junuzovic, der locker zum 2:0 einschob (20.).

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In der Folge konnte sich Zetterer zweimal auszeichnen. Erst parierte der Werder-Keeper einen Flachschuss von Jules Reimerink (25.), bevor er nach einem leichtsinnigen Patzer von Lamine Sané zur Stelle war (34.). Auf der anderen Seite dann fast der dritte Bremer Treffer: Nach einer feinen Kombination mit Junuzovic traf Florian Kainz aus spitzem Winkel den Außenpfosten (37.). Es war zugleich die letzte Torchance vor der Pause.

Johannes Eggestein verletzt sich, Zhang trifft

In den zweiten 45 Minuten erwischte Werder – nun mit Luca Plogmann für Zetterer zwischen Pfosten – den besseren Start. Ein weiter Diagonalball von Milos Veljkovic fand Ulisses Garcia, der per Volleyabnahme den VfL-Keeper prüfte (46.). Kurz darauf brauchte Gersbeck nicht eingreifen: Der Freistoß von Kainz aus gut 22 Metern ging knapp über das Tor (53.). Werder hatte das Geschehen im Griff. Der VfL kam nur noch selten gefährlich vor das Bremer Tor – so wie in der 70 Minute, als Plogmann herausragend gegen Kwasi Okyere Wriedt hielt.

Die Schlussphase begann mit einem Schreckmoment für Werder: Nach einem Zweikampf blieb Johannes Eggestein am Boden liegen und hielt sich das rechte Sprunggelenk (75.). Für den 19-Jährigen, der erst kürzlich nach auskuriertem Syndesmosebandanriss sein Comeback gefeiert hatte, war die Partie beendet. Er humpelte vom Feld und wurde von Ousman Manneh ersetzt. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselt Zugang Yuning Zhang, der alleine auf das VfL-Tor zulief und sein erstes Tor im Werder-Trikot erzielte (85.).

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Für die Werder-Profis ging es nach dem Spiel zurück nach Bremen. Nach den Strapazen der vergangenen Tage – aus dem Trainingslager im Zillertal war das Team direkt zum Telekom-Cup nach Mönchengladbach gereist und hatte die Nacht auf Sonntag dort verbracht, um direkt nach Osnabrück zu fahren – dürfen sich die Spieler über zwei freie Tage freuen.

VfL Osnabrück: Gersbeck – Sangaré, Appiah, Engel, Zorba (73. Krasniqi) – Groß (73. Tigges), Arslan (73. Schulz) – Bickel (59. Klaas), Danneberg (59. Heider), Reimerink (46. Renneke) – Wriedt (71. Kristo)

Werder: Zetterer (46. Plogmann) – Veljkovic, Sané, Volkmer – Garcia, Bargfrede (60. Schmidt), Junuzovic, Käuper, Kainz – Johannsson (60. Zhang), J. Eggestein (76. Manneh)

Tore: 0:1 Johannsson (19.), 0:2 Junuzovic (20.), 0:3 Zhang (85.)

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