Innenverteidiger Stark braucht bei Werder weiter Geduld

Niklas Stark wechselte mit großen Ambitionen zum SV Werder, doch bisher spielte er kaum. Trainer Ole Werner sagt zwar, dass der Innenverteidiger "nicht weit weg ist", trotzdem wird er sich gedulden müssen.
02.09.2022, 13:48
Lesedauer: 1 Min
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Von Daniel Cottäus

Zu den Lieblingsbeschäftigungen eines Fußballprofis zählt es ganz sicher nicht, Niklas Stark erfüllte den Wunsch eines Fans kürzlich aber dennoch ebenso freundlich wie geduldig. Ob er vielleicht ein paar Geburtstagsgrüße für einen Freund in die Kamera des Handys sprechen könne, wurde der Abwehrspieler auf dem Weg zu seinem Auto gefragt und kam der Bitte mit einem Lächeln im Gesicht nach, ehe er hier und da noch ein paar Autogramme schrieb und schließlich davonfuhr. Bei den Fans des SV Werder Bremen, das soll die kleine Anekdote verdeutlichen, steht der Neuzugang von Hertha BSC vom ersten Tag an hoch im Kurs. Bereits seine Verpflichtung war Ende Mai regelrecht abgefeiert worden – zu einem Zeitpunkt, an dem wohl kaum ein Beobachter damit gerechnet hätte, dass Starks sportlicher Start in Bremen derart stockend verlaufen würde.

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Gerade einmal 44 von bis dato 360 möglichen Bundesligaminuten stand Stark bisher auf dem Platz – ein Wert, mit dem der 27-jährige Ex-Nationalspieler nicht zufrieden sein kann. Vor dem Auswärtsspiel beim VfL Bochum stellte Cheftrainer Ole Werner dem Innenverteidiger zwar ein gutes Zeugnis aus: „Für Niklas sind die Dinge bei uns insgesamt schon viel klarer. Seine Leistung im Training oder nach seiner Einwechslung im Stuttgart-Spiel zeigen, dass er nicht weit weg von der ersten Mannschaft ist.“ Gab sich bei der Frage nach einem möglichen Startelf-Einsatz Starks am Samstag aber zugeknöpft. Dabei hatten Werders andere Verteidiger während des 3:4 gegen Frankfurt alles andere als überzeugt. „Für uns stellt sich die Frage, wie viel verändert man, wenn Dinge insgesamt in den ersten vier Spielen vernünftig funktioniert haben. Und ob man nach einem Spiel, wo gewisse Abläufe nicht geklappt haben, alles über den Haufen wirft“, sagte Werner.

Klar ist: Sollte Stark seine Chance bekommen, dann in der Dreierkette, denn auf der Sechserposition, die der Profi in Berlin auch bekleidet hatte, sieht Werner ihn nicht. „Ich sehe Niklas in der Innenverteidiger-Rolle. Dort hat er seine Stärken. Wir haben in Ilia Gruev und Christian Groß zudem zwei Spieler, die auf der Sechs in Spielpraxis sind.“ Klingt insgesamt so, als sollte sich Niklas Stark bei Werder weiterhin gedulden müssen.

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