Werder-Keeper bei Olympia dabei

Luca Plogmann reist tatsächlich nach Tokio

Nun ist es offiziell: Luca Plogmann gehört zum Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Tokio. Der Werder-Keeper wurde von Stefan Kuntz als Torhüter Nummer drei nominiert.
05.07.2021, 10:49
Lesedauer: 2 Min
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Von Björn Knips

Mit dabei für das Tor sind auch Florian Müller (VfB Stuttgart) und Svend Brodersen (aktuell vereinslos). Insgesamt gehören 19 Spieler zum Kader – darunter auch der Ex-Bremer Max Kruse. Die Nominierung von Plogmann hatte sich zwar angedeutet, kommt aber dennoch überraschend. Denn der 21-Jährige hat gerade erst eine schwere Knieverletzung überwunden, die er sich in der vergangenen Saison während seiner Ausleihe an den SV Meppen zugezogen hatte. Bislang war er nur im Training, gespielt hat er noch nicht wieder.

Bei Werder gehört er zwar eigentlich zum Profi-Kader, darf aber aktuell nur bei der U 23 trainieren, denn Werder hat einfach zu viele Torhüter. Deswegen ist auch Plogmanns Zukunft bei den Grün-Weißen ungewiss. Immerhin steht nun fest, was er in den nächsten Wochen machen wird: Er bereitet sich mit der DFB-Auswahl auf die Olympischen Spiele vor. Das Turnier dort beginnt am 22. Juli. Deutschland trifft in der Gruppenphase auf Brasilien, Saudi-Arabien und die Elfenbeinküste.

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Bei den Olympischen Spielen gelten besondere Regeln. Es dürfen nur drei Spieler im Kader sein, die vor 1997 geboren sind. Kuntz entschied sich für Kruse, Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen) und Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg). Weil keine Abstellungspflicht bestand, sei es nicht einfach gewesen, einen Kader zusammenzustellen, betonte Kuntz: „Die Bereitschaft, das Olympiateam zu unterstützen, war in der Bundesliga unterschiedlich. Einige große Vereine wollten leider nicht so wie erhofft helfen.“ Werder hatte Plogmann sofort freigegeben, was angesichts dessen Rolle im Verein allerdings auch kein Problem war. Letztlich profitierte der Bremer davon, dass viele Clubs ihre Torhüter nicht abstellen wollten.

Der Kader

Tor: Svend Brodersen (vereinslos), Florian Müller (VfB Stuttgart), Luca Plogmann (Werder Bremen)

Abwehr: Benjamin Henrichs (RB Leipzig), Amos Pieper (Arminia Bielefeld), David Raum (TSG Hoffenheim), Jordan Torunarigha (Hertha BSC), Felix Uduokhai (FC Augsburg), Josha Vagnoman (Hamburger SV)

Mittelfeld/Sturm: Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen), Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg), Niklas Dorsch (KAA Gent), Ismail Jakobs (1. FC Köln), Max Kruse (Union Berlin), Eduard Löwen (VfL Bochum), Arne Maier (Hertha BSC), Marco Richter (FC Augsburg), Anton Stach (SpVgg Greuther Fürth), Cedric Teuchert (Union Berlin).

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