Schnelles Liga-Comeback nicht in Sicht

Möhwald braucht noch mehr Geduld

Eine Halbzeit lang stand Kevin Möhwald im Test gegen Rehden auf dem Platz und hinterließ einen guten Eindruck. Das Pflichtspiel-Comeback ist aber noch ein gutes Stück entfernt, erklärte Florian Kohfeldt.
07.09.2020, 12:58
Lesedauer: 1 Min
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Von Malte Bürger und Jean-Julien Beer
Möhwald braucht noch mehr Geduld

Bis Kevin Möhwald wieder ein entscheidender Faktor bei Werder ist, wird es noch ein wenig dauern.

nordphoto

Natürlich war es nur ein Testspiel. Und natürlich kam der Gegner mit dem BSV Rehden aus der Regionalliga. Trotzdem war das, was nach elf Minuten passierte ein Beweis dafür, was Werder zuletzt mitunter gefehlt hat. Den Führungstreffer von Johannes Eggestein hatte Kevin Möhwald nämlich mit einem ziemlich feinen Pass in die Spitze vorbereitet. „Bei ihm hat man gesehen, was er für uns bedeuten kann“, lobte auch Trainer Florian Kohfeldt. Nach seiner monatelangen Verletzungspause kämpft Möhwald weiter um den Anschluss, doch der 27-Jährige wird weiter Geduld brauchen.

"Insgesamt war es ein guter Schritt auf dem Weg zum Comeback, das aber definitiv nicht gegen Jena oder Hertha sein wird“, sagte Kohfeldt. Und auch Sportchef Frank Baumann bremste allzu hohe Erwartungen: "Wir wollen ihn kontinuierlich und vernünftig aufbauen. Das war jetzt ein weiterer Schritt. Er braucht aber noch einige Wochen, um auf seinem Top-Level zu sein." Das war auch im Spiel gegen Rehden sehr gut zu sehen. Möhwald begann forsch, war sehr präsent und war auch bei der Kommunikation mit seinen Mitspielern sehr auffällig. Je länger jedoch die erste Hälfte dauerte, desto mehr ließ auch die Kraft nach. Die ein oder andere Ungenauigkeit schlicht sich in das Spiel des Mittelfeldakteurs ein.

„Er hat das gut gemacht, es war sein erstes Spiel von Beginn an mal wieder“, sagte Florian Kohfeldt. „Das haben wir bewusst so gemacht, damit er auch das Aufwärmen mit der Mannschaft macht.“ Möhwald sollte also wieder das Gefühl dafür bekommen, was bedeutet, sich als Teil eines Teams zu fühlen. Ein knappes Jahr hatte er darauf schließlich verzichten müssen. Da ist es normal, dass noch nicht alles funktionieren kann. „Grundsätzlich sieht man, wofür er steht: Er hat Dynamik und sucht die Abschlüsse, das Raumgefühl ist schon ganz okay“, sagte Kohfeldt, dem aber auch nicht entgangen war, dass Möhwald irgendwann „etwas platt“ war. „Ein oder zwei Mal war er überrascht, wie schnell der Gegner wieder da war.“

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