Nach Vergabe der Fernsehrechte

Filbry fordert fairere Verteilung der TV-Gelder

Die neuen TV-Rechte sind vergeben, die Klubs haben bis 2025 diesbezüglich Planungssicherheit für ihre Einnahmen. Werder-Boss Klaus Filbry fordert allerdings eine fairere Verteilung der Fernseheinnahmen.
22.06.2020, 19:00
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Filbry fordert fairere Verteilung der TV-Gelder
Von Malte Bürger

Es bleiben schwindelerregende Zahlen, die da am Montag von der Deutschen Fußball Liga (DFL) präsentiert wurden. Satte 4,4 Milliarden Euro werden die 36 Erst- und Zweitligavereine zwischen den Saisons 2021/22 und 2024/25 an Medienerlösen einnehmen. Allerdings sind das 240 Millionen Euro weniger als in den vier Jahren zuvor, die Klubs müssen folglich sparsamer planen.

„Der neue Vertrag ist vom Ergebnis her den Umständen entsprechend durchaus respektabel, bedeutet aber eben auch noch einmal einen Rückgang von fünf Prozent im Vergleich zum alten Vertrag“, sagte Werder-Boss Klaus Filbry im Gespräch mit dem WESER-KURIER. „Wie die konkreten Auswirkungen für Werder aussehen, kann ich noch nicht sagen, weil der Verteilungsschlüssel noch nicht definiert wurde und wir natürlich auch nicht wissen, ob wir in der 1. oder 2. Bundesliga sein werden.“

Das eine Fragezeichen wird recht schnell beseitigt, wahrscheinlich schon an diesem Sonnabend nach dem Köln-Spiel. Spätestens aber nach einer möglichen Relegation. Über den Verteilungsschlüssel dürfte länger diskutiert werden. Klaus Filbry hat aber schon klare Vorstellungen davon, wie das optimalste Ergebnis dieser Gespräche aussehen soll. „Wir müssen uns auf die Verteilung der nationalen und internationalen Medienerlöse konzentrieren, um einen fairen und integren Wettbewerb hinzubekommen“, sagte er. Soll heißen: Wenn die großen Vereine immer noch reicher werden, dafür die Kleinen, die das Geld eigentlich dringend gebrauchen können, aber mit kleineren Summen leben müssen, schadet das auf kurze oder lange Sicht der Bundesliga. „Ich denke, dass alle mittlerweile verstanden haben, dass es auch schon wäre, wenn eine Generation von Kindern aufwächst, die nicht nur Bayern München als Meister erlebt“, sagt Filbry.

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