Kohfeldt im großen WESER-KURIER-Interview

„Fußballer sollten nicht nur in einer Blase leben“

Florian Kohfeldt ist ein Trainer im Krisen-Modus. Mit dem WESER-KURIER sprach Werders Chefcoach über Chancen und Risiken der Geisterspiele, seinen Kampfgeist im Ligakeller und die Image-Probleme der Branche.
12.05.2020, 09:12
Lesedauer: 11 Min
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Von Jean-Julien Beer

Herr Kohfeldt, Manager Frank Baumann sprach davon, dass Werder in diesem historischen Saisonfinale die Rolle der Gallier zukomme. Wer sind Sie? Der listige Asterix, oder doch eher Miraculix, der jetzt zaubern muss?

Florian Kohfeldt: Schön, dass Sie nicht nach Obelix fragen. Um im Bild zu bleiben: Ich sehe mich dann eher als Asterix. Denn ich glaube nicht, dass wir ein Zaubermittel finden werden. Aber ich glaube schon, dass man jetzt in dieser sehr komplexen Situation versuchen muss, das Beste herauszufinden. Also genau zu analysieren und zu wissen, was da nun alles auf uns zukommt. Um dann, listig und sympathisch wie Asterix, Werder die größtmöglichen Vorteile aus dieser sportlichen Situation zu verschaffen.

Eigentlich müsste so etwas wie Vorfreude aufkommen, dass der Ball wieder rollt. Aber es sind Spiele ohne Zuschauer, und es geht primär ums TV-Geld. Kann man sich auf diese Wochen freuen als jemand, der den Fußball liebt?

Auf das Spiel selber natürlich. Denn das verändert sich nicht. Du spielst elf gegen elf, du darfst alles auf dem Platz machen wie sonst auch. Das ist ganz wichtig. Wenn in den Kern des Fußballs eingegriffen worden wäre, etwa durch ein Verbot von Zweikämpfen, wäre die Freude deutlich geringer. Natürlich ist es aber so: Wenn man in der Bundesliga spielen darf, dann freut man sich eigentlich darüber, dass man in volle Stadien einläuft und ein großes Publikum hat, dass es viele Emotionen gibt. Wir dürfen in den nächsten Wochen auf keinen Fall den Fehler machen, das zu vergleichen. Zum Beispiel nach Freiburg fahren und sagen: Das war aber sonst immer viel schöner hier mit der Stimmung. Ja, natürlich war es das. Aber damit müssen wir uns abfinden. Wir müssen aus dieser Situation jetzt das Bestmögliche machen. Jeder Vergleich mit der Normalität hilft nicht weiter. Ich freue mich auf die Spiele und spüre das auch bei der Mannschaft. Aber es ist eine deutlich rationalere Herangehensweise an das Erlebnis Bundesliga.

Die Bundesliga ist eine Showbühne und verleitet die Akteure dazu, sich wichtig zu nehmen. Macht dieser Re-Start der Liga deutlich, wie klein der Einzelne ist, wenn es ums große Ganze geht – nämlich den Erhalt der Liga?

Ich denke, dass es seit der Coronapause zu einem Schulterschluss der Clubs gekommen ist. Statt eines Einzelinteresses der Vereine, wo es immer nur darum ging, die bestmögliche Position für sich selber herauszuholen, heißt es von allen nun: Wir sollten Solidarität zeigen, damit wieder Fußball gespielt werden kann. Da waren Einzelschicksale nicht mehr so entscheidend, da gebe ich Ihnen absolut Recht.

Der Profifußball erfährt in der Coronakrise sehr viel Gegenwind. Liga-Chef Christian Seifert stellte deshalb die Frage an die Klubs, was man falsch gemacht habe. Haben Sie darauf Antworten gefunden?

Eine finale Antwort habe ich nicht gefunden, natürlich nicht, denn das wäre wirklich abgehoben von mir, zu glauben, ich wüsste das alles. Was ich sagen kann: Der Fußball zieht seine Faszination daraus, dass es ein Sport ist, den alle machen können. Das Spiel ist überall gleich, ob in der Bundesliga oder auf dem Dorfplatz. Daher gibt es auch Kritik, warum die Bundesliga nicht genau wie der Amateurfußball weiter pausiert. Ich glaube schon, dass man weiterhin spüren muss, dass der Fußball ein Volkssport ist. Deshalb finde ich es total wichtig, dass es bei Werder Bremen öffentliche Trainingseinheiten der Profimannschaft gibt. Das muss auch so bleiben, damit die Fußballer nicht nur für sich in einer Blase leben. Das ist ja ohnehin ein Vorwurf, den wir ernst nehmen und dem wir uns stellen müssen, dass der Fußball in einer Parallelwelt existiert und sich immer weiter von den Fans entfernt. Hier muss es wieder eine Annäherung geben, denn es sollte der Sport im Mittelpunkt stehen, es sollte in erster Linie unser Antrieb sein, auf höchstem Niveau Fußball zu spielen und sich mit den besten Mannschaften zu messen. Zudem muss der Fußball anfassbar und nahbar bleiben. Das hat ihn auch immer von anderen Sportarten abgehoben. Natürlich gibt es auch die wirtschaftlichen Dimensionen und die Debatten über immer höhere Summen. Das ist kein Thema für einen Trainer. Aber ich persönlich hoffe, dass aus dieser schwierigen Zeit etwas hängen bleibt, was für mich und auch für Werder Bremen wichtig ist: Wir müssen es als absolutes Privileg und nicht als selbstverständlich begreifen, dass wir Profifußball spielen dürfen. Wir dürfen nicht den Kontakt zu den Leuten verlieren, die drum herum sind. Die zum Training kommen. Dabei nicht nachzulassen, ist einer der Punkte, die ich für sehr wichtig halte.

Wie surreal waren die vergangene Tage für Sie: Fiebermessen vor Betreten der Kabine, dazu die Rachen-Abstriche – und dann rennt der Spieler Kalou zeitgleich beim Konkurrenten Hertha durch die Gänge, als wäre nichts gewesen…

Surreal trifft es ganz gut. Um es mal ganz deutlich zu sagen: Unser Kabinenleben bei Werder hat nullkommanull mit dem zu tun, wie es vor Corona war. Wir müssen an einem Posten vorbei, wo Fieber gemessen und nach Symptomen gefragt wird. Nur wenn das in Ordnung ist, darfst du rein. Dann gibt es für alle minutiöse Ankunftszeiten, damit nicht alle gleichzeitig aufeinandertreffen. Auch wir als Trainerteam sitzen nicht mehr lange für Planungen zusammen. Auch wir treffen uns zum spätmöglichsten Zeitpunkt, sprechen uns kurz ab, bauen auf, trainieren und danach geht es wieder weg. Das ist wirklich surreal und erfordert eine große Disziplin aller Beteiligten, sich daran immer wieder zu halten und zu erinnern. Es steht allen gelernten Mustern entgegen, wie wir das über Jahre erlebt haben. Aber so ist jetzt diese Zeit. Salomon Kalou hat sich für sein Video aus der Hertha-Kabine inzwischen entschuldigt und es steht mir nicht zu, das tiefer zu bewerten. Natürlich war ich aber erschrocken. Vor allem bringt es mich als Trainer in Erklärungsnot. Ich muss meinen Spielern bei Werder immer sagen, warum das alles fürs Gesamtkonzept der Liga so wichtig ist. Und dann sieht man dieses Video und relativ wenig von dem Aufwand, den unsere Jungs hier betreiben. Aber ich glaube, so etwas wird nicht noch mal passieren.

Auf die Trainer kommt während der Spiele eine weitere Herausforderung zu: Sie müssen Masken tragen, die nur für Kommandos abgenommen werden dürfen. Kann man so coachen?

Ich habe es noch nicht gemacht. Aber ich sehe mich eigentlich 90 Minuten aktiv coachen. Natürlich sind die Abstandsregeln wichtig und einzuhalten. Aber da ich ohnehin stets weiter von der Bank entfernt bin und ich auch weit weg bin von den Spielern, muss man mal sehen, wie das wird. Ich habe da noch kein Gespür für.

„Wir sind bereit für den Start der Bundesliga“, wurde zuletzt oft gesagt. Vom Liga-Chef und von Geschäftsführern der Vereine. Von Trainern hörte man das nicht. Sind auch die Trainer bereit – oder spielt diese simple Frage gar keine Rolle?

Ich glaube, dieses „Wir sind bereit“ bezog sich auf das medizinische Konzept und die Umsetzung in den Vereinen. Natürlich würde kein Trainer der Welt das jetzt als Idealszenario bezeichnen, das kann mir niemand erzählen. So eine Situation gab es noch nie. Wir Trainer hätten uns sicher alle einen etwas längeren Vorlauf gewünscht aus sportlicher Sicht. Das darf jetzt aber keine Rolle spielen. Aus der Situation das Beste zu machen, ist der Weg, mit dem man nun Spiele gewinnt oder nicht. Es werden nicht alle Mannschaften so eingespielt und so taktisch geschult sein wie vor der Coronakrise. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass man keine Fußballspiele gewinnen kann.

Das klingt gut. Was jetzt von den Trainern gefordert ist, steht aber in keinem Lehrbuch. Ist das nun auch Glücksspiel für alle Beteiligten, weil keiner weiß, was funktioniert?

Glücksspiel ist vielleicht zu hart ausgedrückt, aber klar ist: Keiner hat das jemals erlebt. Man sollte deshalb als Trainer auch eine gewisse Demut an den Tag legen und nicht sagen: Ich weiß alles und ich habe die Lösung. Ich glaube, es wird ein paar Wege ans Ziel geben. Trainer sind jetzt sicherlich mehr gefordert als sonst schon. Es heißt nun: Es gibt eine Ausnahmesituation – du bist dafür verantwortlich, die Gruppe darauf vorzubereiten. Und jetzt: Mach! Dabei sind die Experten ums Team herum zwar wichtig, der Teampsychologe oder der Athletiktrainer. Aber ich glaube, jetzt ist auch die Zeit, wo es auf das Bauchgefühl vieler Trainer ankommt. Wie bereitest Du die Mannschaft vor? Welche Schwerpunkte setzt du? Wie gehst du mit den Spielen um in englischen Wochen? Spielst du dann vielleicht mal mit zwei völlig unterschiedlichen Startformationen, um die nötige Frische zu haben? Das sind Dinge, die ich im Kopf habe. Man muss jetzt bereit sein, unkonventionell zu denken. Denn es ist eine unkonventionelle Situation.

Die Erfahrungen, die Sie in dieser extremen Saison machen: Für wie viele Trainerleben reichen die?

Für ein paar sicherlich. Es ist schon eine beispiellose Saison. Leider haben wir alle negativen Ausschläge mitgenommen, die möglich waren. Aber das ist auch etwas, woran ich mich festhalte und was mich immer wieder antreibt: Wir haben trotz der Rückschläge, trotz der Ergebnisse und trotz aller Kritik immer weiter gemacht. Wir stemmen uns gegen alles, was da passiert. Ich glaube aus tiefster Überzeugung: Irgendwann werden wir dafür belohnt, dass wir nicht aufgeben, sondern immer wieder dagegen angehen. Dass wir uns selbstkritisch reflektieren und unsere Situation immer kritisch analysieren. Auch wenn wieder etwas passiert, was man nicht vorhersehen konnte. Wir werden am Ende belohnt, denn wir hören damit nicht auf. Und ich kann jedem garantieren: Wir werden auch jetzt nicht aufgeben!

Es geht ja auch um sehr viel, es geht um Werders Zukunft in der Bundesliga. Bremen steht mit Rückstand auf einem Abstiegsplatz. Wie realistisch ist der Klassenerhalt, wenn man jetzt schon den Nachteil hat, dass die anderen Vereine in ihren Bundesländern in größeren Gruppen trainieren durften?

Es ist auf jeden Fall möglich. Und aus meiner Sicht auch realistisch. Wir wollen die Rahmenbedingungen für uns als Mannschaft bestmöglich nutzen. Dann ist der Klassenerhalt realistisch. Das hat gar nichts mit der individuellen Qualität zu tun. Denn es sind jetzt komplett andere Bedingungen, in allen Belangen. Wenn wir damit richtig umgehen, ist das in den nächsten Wochen ein großer Faktor für den Erfolg, neben dem Fußballerischen und dem Körperlichen. Wir nehmen die Situation an und wollen uns jetzt auf dem Feld wehren.

Ist es der größte Vorteil für Werder, dass richtig viel auf dem Spiel steht? Mannschaften, die gesichert sind, gehen in Geisterspielen vielleicht nicht bis an die Grenzen.

Auf den Gedanken kann man kommen. Im Moment sehe ich aber noch nicht viele Mannschaften, für die es um nichts mehr geht. Man muss mal sehen, was nach drei oder vier Spieltagen passiert. Wenn es dann Vereine gibt, für die es um nichts mehr geht, könnte es ein Faktor werden. Dann ist es aber auch wichtig, dass alle Teams im Kopf haben, dass es im Sinne des Wettbewerbes nicht geht, Spiele abzuschenken. Ich glaube zwar nicht, dass jemand das machen möchte. Aber es fehlt der externe Faktor, der dich pusht und in schwierigen Situationen antreibt: die Fans, das Drumherum. Das bleibt eine spannende Frage. Es kann kuriose Ergebnisse und Spielverläufe geben, die man so aus der Bundesliga nicht kennt. Das thematisieren wir deshalb auch im Training: Du musst dir aus jeder Situation im Spiel selbst heraushelfen, es gibt keine Fans, die dir helfen. Das wird wichtig.

Offen gefragt: Wäre es für den Verein Werder Bremen besser gewesen, die Saison nicht mehr anzupfeifen – und am grünen Tisch gerettet zu werden?

Ich bin Sportler. Es würde mir zutiefst wiederstreben, das nicht sportlich zu klären. Wir werden es am Ende auf sportlichem Wege schaffen.

Es könnten trotzdem die letzten Wochen für Werder in der Bundesliga werden, wenn die Wende nicht gelingt. Und ob sich der Verein von einem Abstieg erholen würde, ist völlig unklar. Werder ist für Sie nicht irgendein Verein. Wie gehen Sie mit diesem Druck, mit diesen Gefühlen um?

Es gab Momente in dieser Phase, wo ich das alles einmal durchgespielt habe. Natürlich weiß ich um die Tradition dieses Vereins. Und um die Bedeutung der Erstligazugehörigkeit. Ich kenne auch die Risiken, die dahinterstehen. Ich bin überhaupt kein Anhänger der These, dass ein Abstieg vielleicht auch mal gut sei, um einen Neuanfang zu starten. Das ist für mich der größte Humbug, den es gibt. Aber das alles darf jetzt in meinem Kopf keine Rolle spielen. Jetzt geht es darum, sich auf die Besonderheiten der Situation und jedes einzelne Spiel zu konzentrieren. Bei einem normalen Saisonverlauf ohne Coronapause wäre das vielleicht anders gewesen. Aber jetzt stehen völlig neue Herausforderungen an, die alles andere überstrahlen. Kurz vor Saisonende, wenn es Spitz auf Knopf steht und Entscheidungen auch mal gegen dich ausfallen können, dann kommen diese Gefühle eher wieder auf. Im Moment stehen andere Themen im Fokus, die unseren sportlichen Erfolg beeinflussen.

Bereiten Sie die Mannschaft darauf vor, dass die Bremer Saison bis in den Juli dauern können, im Falle von Relegationsspielen?

Erst einmal bereiten wir die Mannschaft darauf vor, dass wir nach dem 34. Spieltag in der Bundesliga sind. Das ist aktuell das Ziel. Sollte es in die Relegation gehen, was angesichts der Tabellensituation auch ein realistisches Szenario wäre, dann nehmen wir auch das natürlich an. Aber wir haben noch zehn Spiele, das ist fast ein Drittel der Saison! Man sollte jetzt nicht so tun, als wenn wir schon den drittletzten Spieltag und vier Punkte Rückstand hätten. Wir haben heute vier Punkte Rückstand auf Fortuna Düsseldorf und noch ein Spiel weniger. Wir haben in unseren Köpfen, dass wir den Klassenerhalt noch direkt schaffen. Und sonst schaffen wir es über die Relegation im Juli. Wie auch immer: Wir schaffen den Klassenerhalt!

Das erste Spiel gegen Leverkusen wird die Richtung weisen. Ist es nun ein Vorteil, erst montags zu spielen, weil man zwei Tage mehr fürs Training hat? Oder ist es ein Nachteil, weil die Konkurrenz im Tabellenkeller bis dahin natürlich schon vorgelegt hat?

Mit Sicherheit hat sich die Tabelle bis zu unserem Spiel verändert. Düsseldorf spielt gegen Paderborn, das ist schon ein Duell mit hoher Brisanz. Aber grundsätzlich ist es für uns eher gut, dass wir diese zwei Tage fürs Training noch haben. Dadurch konnten wir uns vor dem ersten internen Trainingsspiel zum Beispiel an Zweikämpfe gewöhnen. Die Belastung wird für alle Mannschaften hoch. Und wie man körperlich aus den ersten Spielen kommt, dürfte entscheidend sein. Wenn man erst einmal in diesem Rhythmus drin ist, dann geht das auch. Wenn einem aber im ersten Spiel alles um die Ohren fliegt, dann wird es brutal. Deshalb sehe ich es eher als Vorteil, zwei Tage mehr Zeit vor dem ersten Spiel zu haben. Aber man muss auch sagen: Der Montagabend gegen Leverkusen war schon im März die Original-Ansetzung. Es ist also nicht so, dass man jetzt alle vorherigen Planungen umgeworfen hätte, um uns entgegen zu kommen.

Alles könnte auch eine Kopfsache werden. In der Kabine sitzen keine Maschinen, sondern Menschen. Kölns Profi Verstraete hat offen über seine Sorgen in der Coronakrise gesprochen. Wie nehmen Sie das in Werders Kabine wahr? Wollen alle spielen – und wie sensibel muss man mit dieser Frage umgehen?

Man muss höchst sensibel mit dieser Frage umgehen. Das ist einer der Gründe, warum wir so frühzeitig in dieser Situation eine Personalentscheidung aus dem kommenden Sommer vorgezogen haben, nämlich mit Mathias Kleine-Möllhoff einen Teampsychologen dazu zu holen, der seine Hauptaufgabe gerade im Thema Life-Coaching hat. Also zu sehen, wie die Jungs und die Familien mit der Gesamtsituation umgehen. Und auch ich als Trainer achte in der täglichen Arbeit und den Gesprächen mit den Spielern darauf. Im Training habe ich bei den Spielern keine Zurückhaltung gespürt und es gab bislang auch noch kein Signal, dass ein Spieler aufgrund der Situation nicht spielen oder trainieren möchte. Aber im Privaten, auf dem Weg zum Training, beim Fiebermessen ist es für uns alle eine skurrile Situation. Das macht vor keinem Fußballer halt, weil wir Menschen sind. Die Gesamtsituation in der Gesellschaft bedrückt uns. Alles andere wäre ja Wahnsinn. Wenn hier jemand jeden Tag freudestrahlend hereinkäme und sagen würde: Hey, ich habe ein super Leben - das würde mich sehr nachdenklich stimmen. Es ist aber bei uns definitiv nicht so. Dass dann der Moment auf dem Platz trotzdem auch Freude und Spaß beinhaltet, hört sich zwar an wie ein Paradoxon, ist aber so.

Wie würden Sie diesen Satz vervollständigen: Wenn wir unter diesen Umständen mit Werder den Klassenerhalt schaffen, dann…

…dann wäre das für mich die größere Leistung als die Saison im letzten Jahr.

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