Kohfeldt freut sich auf Groß-Rückkehr „Er hat sich bei mir einen gewissen Bonus erspielt“

Eigentlich hätte Christian Groß gegen Bielefeld schon wieder zum Werder-Kader gehört, doch dann fiel die Partie aus. So muss sich die Bremer Arbeitsbiene weiter in Geduld üben - ebenso wie sein Trainer.
08.02.2021, 15:44
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Von Daniel Cottäus

Als bei Werder Bremen nach der Spielabsage in Bielefeld am Sonntagmittag die Entscheidung gefallen war, trotz Schnee und Eis sowie entsprechend schwer zu befahrenen Straßen die Rückreise gen Norden anzutreten, dürfte das einen Profi an Bord der beiden Teambusse besonders gefreut haben: Christian Groß. Denn bei einer weiteren Hotelübernachtung, über die wegen des Wintereinbruchs kurzzeitig diskutiert wurde, hätte er seinen 32. Geburtstag am Montag zunächst fern der Familie in Ostwestfalen feiern müssen.

So gesehen nahm die Dienstreise für den Bremer also ein versöhnliches Ende – obwohl er sich im Vorfeld natürlich deutlich mehr erhofft hatte. Erstmals nach seiner hartnäckigen Wadenverletzung sollte Groß in Bielefeld wieder im Kader stehen, selbst einen Einsatz hatte Trainer Florian Kohfeldt nicht ausgeschlossen. Nun muss sich Groß noch gedulden, ehe er um seinen verlorenen Stammplatz kämpfen kann.

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„Grosso hat vor seiner Verletzung einen Riesenwert für die Mannschaft gehabt“, lobte Kohfeldt vor der Abreise nach Bielefeld: „Er war absoluter Stammspieler.“ An den ersten 14 Spieltagen hatte Groß 13 Mal zum Kader gehört und zehn Mal in der Startelf gestanden. Als nimmermüder Arbeiter entweder vor oder als Teil der Dreierkette sammelte er reichlich Pluspunkte. Dann verletzte er sich Anfang Januar im Training an der Wade, es folgten sechs Pflichtspiele Pause.

Werder holte in diesem Zeitraum ordentliche acht Punkte aus fünf Ligaspielen und zog ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein, was es für Groß nun schwer machen dürfte, auf Anhieb in eine eingespielte Mannschaft zurückzukehren. „Andere haben ihre Chance genutzt, als er nicht da war“, sagte Kohfeldt, der seine Ideal-Dreierkette mit Milos Veljkovic, Ömer Toprak und Marco Friedl längst gefunden hat. Kevin Möhwald spielte sich zuletzt darüber hinaus auf der Sechserposition fest.

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„Es gibt keinen Automatismus, dass Grosso sofort auf den Platz zurückkehrt“, erklärte der Trainer, machte seinem Spätstarter im Kader – Groß feierte sein Bundesliga-Debüt im Januar 2019 im Alter von 30 Jahren – aber auch Hoffnung. „Er hat sich in den ersten Monaten dieser Saison schon einen Bonus bei mir erspielt“, betonte Kohfeldt, „deshalb fängt er auch nicht wieder bei null an.“

Im Heimspiel gegen den SC Freiburg (Sonnabend, 15.30 Uhr) dürfte es mit Groß‘ Kader-Rückkehr dann endlich klappen, auch wenn der 32-Jährige sehr wahrscheinlich zunächst auf der Bank Platz nehmen muss. „Ich freue mich jetzt einfach auf einen guten Konkurrenzkampf“, sagte Kohfeldt. Und bisher, da hat dieser Christian Groß in Werders Profikader stets bewiesen, dass er ihn annehmen und auch gewinnen kann.

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