Ansteigende Formkurve Kohfeldts Sonderbehandlung für Osako zahlt sich aus

Nach seiner Auszeit und dem Zuspruch durch Trainer Florian Kohfeldt, zeigt Werders Stürmer Yuya Osako nun wieder deutlich bessere Leistung auf dem Platz. Die Sonderbehandlung scheint sich auszuzahlen.
01.02.2021, 11:52
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Von Daniel Cottäus

Viel hat nicht gefehlt und aus einem guten wäre ein sehr guter Tag für Yuya Osako geworden. Während Werders Heimspiel gegen den FC Schalke 04 (1:1) wäre dem Japaner beinahe sein erstes Saisontor geglückt - nur eine Glanzparade von Schalke-Keeper Ralf Fährmann verhinderte den Treffer. Lob vom Trainer gab es für Osako hinterher aber auch ohne Tor, denn Florian Kohfeldt sieht den Stürmer nach einem massiven Formtief auf dem Weg zurück zu alter Stärke.

„Gegen Schalke hat Yuya gezeigt, was er drauf hat“, sagte Kohfeldt, der Osako in der 61. Minute für Josh Sargent ins Spiel gebracht hatte. 14 Ballkontakte, ein Torschuss, zwei Torschussvorlagen und darüber hinaus an der Entstehung des Bremer 1:1 durch Kevin Möhwald beteiligt - Osakos Arbeitsnachweis konnte sich in der Tat sehen lassen. Das war in der jüngeren Vergangenheit eher selten der Fall gewesen.

Yuya Osako: Anfang Januar strich ihn Kohfeldt aus dem Kader

Vor dem Auswärtsspiel in Leverkusen (1:1) hatte Kohfeldt Osako Anfang Januar erstmals überhaupt aus dem Kader gestrichen. In der Woche danach gegen den FC Augsburg (2:0) ließ er ihn auf der Bank schmoren. „Es gab einen Punkt, an dem ich seine Aufstellung nicht mehr rechtfertigen konnte“, sagte der Trainer rückblickend, „es war ja nicht so, dass ich seine Leistungen nicht gesehen habe.“ Auf dem Platz, so schien es, liefen die Spiele einfach so am Angreifer vorbei.

Kohfeldt suchte deswegen das Gespräch mit Osako und verschaffte ihm eine Auszeit, damit der Stürmer den Kopf wieder frei bekommen kann. „Yuya ist ein sehr sensibler Mensch. Seine Familie ist aus Düsseldorf zu ihm nach Bremen gekommen. Er hatte drei Tage frei, damit er mal durchatmen kann“, berichtete Kohfeldt, dessen Sonderbehandlung ganz offenbar zum Erfolg geführt hat.

Nach den Kurzeinsätzen gegen Gladbach und Hertha BSC kam Osako gegen Schalke erstmals wieder länger zum Einsatz und nutzte seine Chance. „Yuya ist dran geblieben und hat weitergemacht“, freute sich Kohfeldt, der nun auf eine ähnlich erfolgreiche Rückrunde des 30-Jährigen hofft wie im Vorjahr. Vier seiner insgesamt acht Treffer hatte Osako in der Spielzeit 2019/2020 in der zweiten Saisonhälfte erzielt.

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