FC Augsburg - Werder Bremen 1:1 Werder lässt zwei Punkte in Augsburg liegen

Augsburg. Werder Bremen hat einen großen Schritt Richtung Spitzengruppe der Bundesliga verpasst. Bei Aufsteiger FC Augsburg reicht es für die deutlich überlegenen, aber zu ideenlosen Bremer am zehnten Spieltag nur zu einem insgesamt enttäuschenden 1:1 (0:0).
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Von Ben Binkle

Augsburg. Werder Bremen hat einen großen Schritt Richtung Spitzengruppe der Bundesliga verpasst. Bei Aufsteiger FC Augsburg reichte es für die deutlich überlegenen, aber zu ideenlosen Bremer am zehnten Spieltag nur zu einem insgesamt enttäuschenden 1:1 (0:0).

Zwei Veränderungen nahm Thomas Schaaf in seiner Startelf vor: Im defensiven Mittelfeld rückte Aleksandar Ignjovski für den formschwachen Philipp Bargfrede in die Mannschaft. "Philipp hat sich im Spiel nach vorne zuletzt etwas schwer getan, darum bekommt er eine Pause", begründete Schaaf seine Maßnahme. Im Tor war Tim Wiese nach abgesessener Rotsperre wieder die Nummer eins, Sebastian Mielitz saß nur auf der Bank.

Das Spiel begann munter, schon nach zwei Minuten rauschten Sascha Mölders und Akaki Gogia an einer scharfen Hereingabe vorbei. Doch zeigte sich auch Werder früh offensiv: Ignjovski (8.) und Markus Rosenberg (8.) zielten aber zu ungenau. Augsburg stellte sich früh hinten rein und ließ Bremen das Spiel machen, womit sich die Grün-Weißen trotz 70 Prozent Ballbesitz schwer taten.

Was aus dem laufenden Spiel nicht klappte, machte Werder bei Standardsituationen besser. Einen von Rosenberg per Kopf verlängerten Freistoß lenkte Simon Jentzsch noch an die Querlatte (21.), auch bei einem direkten Versuch von Aaron Hunt war der FCA-Keeper zur Stelle (25.). Mitten hinein in den Bremer Dauerdruck setzte Augsburg dann einen schönen Konter. In letzter Sekunde konnte Naldo mit einem ganz starken Tackling Axel Bellinghausen noch am Abschluss hindern (27.).

Wolf patzt vor dem Gegentor

Werder kam über Sokratis zu einer weiteren guten Chance (32.), doch hätte der konternde FCA in Führung gehen müssen. Mit einer Glanzparade rettete Wiese gegen Bellinghausen, der erneut völlig frei im Werder-Strafraum auftauchte (34.). Hinten blieb Bremen wackelig: Andreas Wolf verursachte mit einem ungestümen Foul 17 Meter zentral vor dem eigenen Tor einen Freistoß, aus dem die Gastgeber aber kein Kapital schlagen konnten (38.).

Nur selten hatte Werder spielerische Ideen, eine solche brachte dann aber die beste Chance des Spiels. Hunt passte flach auf Claudio Pizarro, der perfekt für Markus Rosenberg zurücklegte. Doch setzte der Schwede den Ball aus acht Metern völlig unbedrängt über den Kasten - ein ganz schwacher Abschluss (45.).

So blieb es zur Pause torlos, sehr zum Ärger von Klaus Allofs. "Wir machen zu zum Teil haarsträubende Fehler im Defensivbereich und spielen vorne nicht so druckvoll, wie wir uns das vorgenommen haben", bemängelte der Werder-Boss die Leistung seiner Mannschaft in der Halbzeit. Und er sollte mit seiner Analyse die kommenden Minuten vorweg nehmen.

Denn ein weiterer Blackout von Wolf brachte Augsburg in Führung. Der Werder-Verteidiger trat beim Versuch, einen Rückpass zu spielen, am Ball vorbei, Mölders übernahm das Leder, legte per Hacke auf Bellinghausen zurück, der Wiese keine Abwehrchance ließ (49.). Weil Werders Reaktion auf das Gegentor ausblieb, reagierte Schaaf. Nach 58 Minuten brachte er Sandro Wagner für den komplett abgemeldeten Marko Marin, wenig später kam auch Mehmet Ekici für den Gelb-Rot gefährdeten Sokratis.

Und die geballte Werder-Offensive erzwang tatsächlich den Ausgleich. Wolf verlängerte eine Ekici-Ecke an den langen Pfosten, wo einmal mehr Pizarro goldrichtig stand und zum 1:1 einköpfte (68.). Bremen setzte nach und wirkte nun etwas klarer in seinen Aktionen. Pizarro hätte es richten können, doch scheiterte der Peruaner nach Rosenbergs Zuspiel aus kurzer Distanz an Jentzsch (75.).

Pizarro scheitert doppelt an Jentzsch

Den Augsburgern gingen merklich die Kräfte aus, längst hatte das Team jegliche Offensivbemühungen eingestellt. Doch blieb auch Werder vorne trotz guter Chancen ohne Erfolg. Nach dickem Patzer von Uwe Möhrle scheiterte Pizarro erneut an Jentzsch (81.), im Nachsetzen schloss Wagner hektisch ab, anstatt den Ball zum deutlich besser postierten Hunt querzulegen. Wagner hatte dann auch die letzte Chance des Spiels, als er einen Schuss knapp über die Querlatte setzte (87.).

So blieb es am Ende beim enttäuschenden 1:1 für die Grün-Weißen. Für Werder Bremen geht es in der Bundesliga am Sonnabend, 29. Oktober weiter. Dann muss Werder erneut auswärts ran, ab 18.30 Uhr heißt der Gegner dann FSV Mainz 05. Wir berichten wie gewohnt im Liveticker vom Spiel.

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