Fritz: Sind sehr zufrieden mit ihm

Werder legt sich fest: Niklas Schmidt darf doch bleiben

Wende im Fall von Niklas Schmidt: War im Juni bei Werder noch die Rede davon, dass er für die neue Saison nicht eingeplant ist, so steht jetzt fest, dass der 23-Jährige bleiben soll.
26.07.2021, 17:37
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Von Daniel Cottäus Björn Knips
Werder legt sich fest: Niklas Schmidt darf doch bleiben

Niklas Schmidt.

Andreas Gumz

Die Aussage war an Deutlichkeit kaum mehr zu überbieten: „Für die neue Saison ist Niklas bei uns nicht eingeplant.“ Gesagt hat das Anfang Juni Werders Sportchef Frank Baumann, gemeint war damit Leih-Rückkehrer Niklas Schmidt – und inzwischen ist klar, dass der Satz sehr schlecht gealtert ist. Sein Inhalt hat sich während der vergangenen sieben Wochen nämlich ins komplette Gegenteil verkehrt.

Am Sonntag sagte Werders Leiter Profifußball Clemens Fritz über denselben Schmidt: „Wir sind sehr zufrieden mit ihm und gehen fest davon aus, dass er bei uns bleibt.“ So schnell kann das im Fußball manchmal gehen – vor allem, wenn man seine eigentlich nicht mehr vorhandene Chance so nutzt, wie Niklas Schmidt während der Sommervorbereitung.

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Als die Mannschaft von Neu-Trainer Markus Anfang am 19. Juni den Trainingsbetrieb aufnahm, durfte Schmidt zwar dabei sein, galt nach der Baumann-Aussage aber nur noch als Geduldeter, als einer, der weg sein würde, sobald das erste passende Angebot vorliegt. Sicher keine leichte Situation für einen jungen Profi, Schmidt diente sie aber offenbar als große Motivationshilfe. Er gab vom ersten Tag an Gas, überzeugte sowohl im Training als auch in den Testspielen – und hatte sich spätestens nach dem Trainingslager im Zillertal den Status „Gewinner der Vorbereitung“ erarbeitet. 

„Niklas hat gezeigt, was er kann“, lobt Fritz und fordert: „Da muss er jetzt weitermachen.“ Vor allem durch großes Spielverständnis und gefährliche Standards, die Anfang gerne als Schmidts „Waffe“ bezeichnet, hatte der 23-Jährige auf sich aufmerksam gemacht und sich dadurch seinen Startelf-Platz während des Saisonauftakts verdient. Beim 1:1 bereitete er den Bremer Treffer per Eckball vor.

Auch seine Fitness-Probleme, die ihn sehr lange begleiteten, scheint er allmählich in den Griff bekommen zu haben. Gegen Hannover musste Schmidt zwar nach 89 Minuten mit Krämpfen ausgewechselt werden, war zuvor aber auch 10,5 Kilometer gelaufen, was den drittbesten Wert aller Bremer Spieler darstellte.  

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