Nach schwerer Knieverletzung

Plogmann absolviert Reha in Bremen

Luca Plogmann kommt nach seiner schweren Knieverletzung in Kürze zurück nach Bremen. Dort soll Werders Leihspieler noch einmal gründlich untersucht werden und dann die Reha beginnen.
03.11.2020, 16:31
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Plogmann absolviert Reha in Bremen
Von Christoph Bähr
Plogmann absolviert Reha in Bremen

Luca Plogmann fällt lange verletzt aus.

nordphoto

Wenn es in dieser Geschichte überhaupt etwas Positives gibt, dann ist es die schnelle Versorgung durch die Ärzte. Als Luca Plogmann sich im Spiel des SV Meppen bei Dynamo Dresden am vergangenen Sonnabend die Patellasehne riss, lag er bereits am Abend im Dresdner Universitätsklinikum auf dem OP-Tisch. Dresdens Mannschaftsarzt Falko Moritz hatte einen befreundeten Knie-Spezialisten angerufen, der aus einem anderen Krankenhaus geholt wurde und die Operation durchführte, nachdem durch ein MRT (Magnetresonanztomografie) der Riss bestätigt worden war. Involviert war in den Prozess auch Werders Mannschaftsarzt Daniel Hellermann. Die medizinische Erstversorgung war also bestens koordiniert.

Die Rückmeldung des behandelnden Arztes ist positiv, der Eingriff ist gut verlaufen, zumindest soweit es sich bisher beurteilen lässt. Was bleibt ist die tragische Verletzung, die eine Pause zwischen sechs und acht Monaten nach sich ziehen wird.

Am Mittwoch wird Plogmann aus dem Dresdner Klinikum zurück nach Bremen reisen, am Knie eine Schiene, durch die es sich maximal zehn Grad anwinkeln lässt. Schon bald wird der Torwart beginnen, an seiner Rückkehr auf den Platz zu arbeiten. Es wird ein langer Weg.

Eine Rückkehr zu Meppen ist fraglich

Werder wird diesen Weg aktiv begleiten, die Reha wird der 20-Jährige in Bremen absolvieren. So ist es mit dem SV Meppen besprochen, an den Plogmann für die laufende Saison ausgeliehen wurde. Im Hinblick auf die lange Ausfallzeit ist jedoch fraglich, ob Plogmann noch einmal für die Meppener im Tor stehen wird, die Saison endet im Mai. Bei Werder steht das große Torwarttalent bis 2022 unter Vertrag.

Laut Clemens Fritz ist jedoch nicht geplant, Plogmanns Ausleihe wegen der Verletzung vorzeitig zu beenden. „Der Leihvertrag hat Bestand. Das Ziel ist es, Luca so schnell wie möglich auf den Platz zu bekommen, aber wir müssen abwarten, wie sich der Heilungsverlauf darstellt. Erst einmal muss er sich jetzt von der Operation erholen.“

In den kommenden Tagen wird Plogmann vom Bremer Arzt Hellermann untersucht. Dann sollen die ersten Reha-Maßnahmen erfolgen. Werder stellt dafür die Räumlichkeiten im Weserstadion zur Verfügung, wie Fritz erklärt: „Gerade bei einer längeren Verletzung ist es sinnvoll, die Reha nicht nur an einem Ort zu machen.“ Mit seinem ehemaligen Teamkollegen Torsten Frings, der die Meppener trainiert, hat sich Werders Ehrenspielführer dazu telefonisch besprochen.

Es gab ein persönliches Gespräch mit Florian Kohfeldt

Speziell in Zeiten der Corona-Pandemie ist das keine Selbstverständlichkeit. Der Kreis der Personen, die Zugang zum Kabinentrakt des Weserstadions haben, wird möglichst klein gehalten. So soll das Risiko minimiert werden, dass es zu einer Übertragung des Virus kommt. Plogmann darf die Einrichtungen dennoch nutzen, er wird in die regelmäßige Testung aufgenommen.

Die Unterstützung, die Plogmann von Werder erfährt, ist groß. Bereits am Sonnabendabend, direkt nach dem 1:1 in Frankfurt, hatte sich Florian Kohfeldt in der Pressekonferenz direkt an den Torwart gewandt. „Ich möchte Luca auf diesem Wege alles Gute wünschen. Ich hoffe, dass er das irgendwie sieht. Ich melde mich noch bei dir. Werde gesund, du hast eine große Zukunft vor dir."

Das persönliche Gespräch hat es mittlerweile gegeben. Dass Werder sich so intensiv um den Verletzten kümmert, dürfte zumindest ein wenig bei der Genesung helfen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+