Fan-Aufkommen bleibt ohne Folgen

Mäurer zieht keine Konsequenzen für Relegation

Viele Fans hatten sich wegen des Werder-Spiels am Stadion und im Viertel versammelt. Auch die Polizei musste eingreifen. Innensenator Ulrich Mäurer verzichtet aber auf eine Absage des Relegations-Hinspiels.
28.06.2020, 16:47
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Mäurer zieht keine Konsequenzen für Relegation
Von Malte Bürger
Mäurer zieht keine Konsequenzen für Relegation
Frank Thomas Koch

Es wurde gefeiert, gesungen, getanzt und gejubelt. Werders Einzug in die Relegation zog viele Menschen auf die Straßen, direkt am Weserstadion oder auch im Viertel trafen mehrere Hundert Fans aufeinander. Und nicht alle nahmen es dabei mit dem Mindestabstand so genau, mitunter musste gar die Polizei einschreiten. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer hatte bereits im Vorfeld der Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Mai erklärt, dass er genau solche Bilder nicht sehen wollte. Negative Folgen für das erste Relegationsspiel am kommenden Donnerstag muss Werder trotzdem nicht fürchten.

„Glücklicherweise haben Tausende Fans zu Hause gefeiert, was überaus anerkennenswert ist“, sagte Ulrich Mäurer auf Nachfrage des WESER-KURIER. „Umso ärgerlicher ist es, dass einige Hundert Fans sich so verhalten haben, als gäbe es das Coronavirus nicht mehr.“ Trotz der Unzufriedenheit über dieses Verhalten könne die Partie am kommenden Donnerstag aber ganz normal im Weserstadion stattfinden. „Es wäre unverhältnismäßig, das Spiel wegen dieser Fans jetzt abzusagen“, betonte Mäurer.

Der 68-Jährige hatte selbst im privaten Kreis das Spiel verfolgt und als Werder-Fan folglich einen äußerst angenehmen Nachmittag erlebt. „Ich habe mich riesig gefreut und war sehr erleichtert“ sagte er. Für die beiden kommenden Begegnungen hat er einen besonderen Wunsch: „Ich appelliere an alle begeisterten Fans, dass sie mitfiebern, dies aber bitte von zu Hause aus tun“, sagte Mäurer.

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