24-Jähriger begründet Werder-Absage Grujic fehlte die Perspektive

Bei der Suche nach einem defensiven Mittelfeldspieler probierte es Werder erneut bei Marko Grujic. Der Transfer scheiterte aus finanziellen Gründen - und weil der 24-Jährige nicht die passende Perspektive sah.
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Grujic fehlte die Perspektive
Von Malte Bürger

Es wirkte wie ein Déjà-vu-Erlebnis. Als Werder am vergangenen Montag auf die Zielgerade der Transferphase einbog, machte ein altbekannter Name erneut die Runde. Marko Grujic galt als ganz heißer Kandidat für einen Last-Minute-Zugang, einige Medien meldeten die Verpflichtung des Mittelfeldspielers bereits als perfekt. Bereits im Sommer 2019 war der Serbe mit den Bremern in Verbindung gebracht worden – damals wie heute ging es letztlich zu einem anderen Klub. Spielte der 24-Jährige in der Vorsaison auf Leihbasis bei Hertha BSC, so zog es den Profi des FC Liverpool dieses Mal übergangsweise zum FC Porto. Im Gespräch mit der serbischen Tageszeitung „Alo!“ hat Grujic nun erzählt, wie unwahrscheinlich ein Wechsel zu Werder war.

„Werder, deren Trainer Kohfeldt ein guter Freund von Klopp ist, war lange Zeit eine Geschichte, aber ich habe dort keine Perspektive gesehen“, wird der Nationalspieler zitiert. So habe Grujic wenig Vorfreude verspürt, vermutlich gegen den Abstieg spielen zu müssen. Stattdessen wollte er „zu einem stabilen Klub mit Ambitionen, der in der Champions League spielt. Das ist bei Porto gegeben.“

Frank Baumann hatte kurz nach dem Schließen des Transferfensters ohnehin betont, dass ein Transfer von Marko Grujic nicht realistisch war. So sei eine Verpflichtung „aus finanzieller Sicht in keinster Weise möglich“, hatte Werders Sportchef betont. Bekanntlich war Davy Klaassen kurz zuvor an Ajax Amsterdam verkauft worden, die erzielten Einnahmen flossen bei den Bremern jedoch nicht automatisch wieder in die Kasse, um neues Personal zu verpflichten. Stattdessen gilt es vergangene und coronabedingte Baustellen zu bearbeiten. Ein zusätzlicher Transfer von Milot Rashica hätte fraglos für neue Möglichkeiten gesorgt – womöglich sogar im Fall von Marko Grujic –, doch die Entwicklung war eine andere.

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