So könnte Werder in Freiburg spielen

Bittencourt statt Klaassen?

Es gibt einige Fragezeichen vor dem Spiel in Freiburg. Wer ersetzt den abgewanderten Davy Klaassen? Wer übernimmt die zentrale Position in der Offensive? So könnte Werder beim Sport Club beginnen.
16.10.2020, 16:14
Lesedauer: 1 Min
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Von Christoph Sonnenberg und Malte Bürger
Bittencourt statt Klaassen?
Nordphoto

Wer sich vom Abschluss-Training einen Hinweis auf die elf Spieler erhofft, die am Tag darauf beim Anpfiff auf dem Rasen stehen, wird von Florian Kohfeldt regelmäßig enttäuscht. Einige seiner Vorvorvorgänger machten daraus kein Geheimnis und ließen in der letzten Einheit die Startformation zusammen spielen. Ein Zeichen großen Selbstbewusstseins oder Dummheit, jeder Gegner konnte sich darauf einstellen. Kohfeldt überlässt die Entscheidung ohnehin anderen. Die Teams für das Abschluss-Spiel stellen immer die Co-Trainer auf. Rückschlüsse lassen sich allein deshalb nicht ziehen, hat er mal verraten.

Zum Spiel beim SC Freiburg ist die drängendste Frage, wer den zu Ajax Amsterdam abgewanderten Davy Klaassen ersetzt. Zum einen positionsgetreu im linken Mittelfeld, aber auch als Anführer. Ein Kandidat ist Leonardo Bittencourt, der Erfahrung damit hat, immer mal wieder auf einer anderen Position zum Einsatz zu kommen. Perspektivisch kann auch Kevin Möhwald übernehmen, kurzfristig eher nicht. „Man sollte Kevin nicht aufbürden, dass er jetzt der Klaassen-Nachfolger ist„, sagte Kohfeldt. „Er kommt aus einer 14-monatigen Verletzung und wird die nächsten Wochen garantiert nicht immer 90 Minuten spielen können.“

Kritik hat Osako zugesetzt

Auch die Besetzung der zentralen Position in der Offensive wirft Fragen auf. Die besten Karten dürfte Yuya Osako haben, auch wenn der zuletzt wieder heftig in der Kritik stand. Darüber haben Trainer und Spieler gesprochen: „Was passiert ist, hat Yuya berührt", sagt Kohfeldt, der Osako ohne Zweifel zu seinen Lieblingsspielern zählt, was nicht für jeden Fan nachvollziehen ist. In Watte packen will er Osako trotzdem nicht: „Es gehört dazu, dass wir gefeiert werden, es gehört aber auch dazu, dass man mal die andere Seiten kennenlernt.“ Soll heißen: Da muss er durch.

Zurück im Mannschaftskreis ist Ömer Toprak, den zuletzt eine Muskelverletzung außer Gefecht gesetzt hatte. Von Beginn an wird Toprak aber nicht spielen. „Wir haben Ömer fürs Wochenende sicher noch nicht soweit, dass er 90 Minuten gehen kann", sagt Kohfeldt. Aber mit ihm in der Verteidigung eine weitere Alternative mehr.

Mögliche Aufstellung

Pavlenka – Gebre Selassie, Veljkovic, Friedl, Augustinsson - Mbom, M. Eggestein, Bittencourt - Osako - Füllkrug, Sargent.

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