Stimmen zum Spiel Werder nach Sieg über Dresden: „Wir haben eine Menge Luft nach oben“

Trotz des 2:1-Ergebnisses im Heimspiel gegen Dynamo Dresden zeigten sich Spieler und Verantwortliche nach Abpfiff selbstkritisch. Die Stimmen zum Spiel.
06.03.2022, 17:24
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Von Marius Winkelmann

Der SV Werder Bremen hat sein Heimspiel gegen die SG Dynamo Dresden mit 2:1 für sich entschieden und damit die Tabellenführung in der 2. Liga verteidigt! Die Mannschaft von Trainer Ole Werner holte den neunten Sieg aus den letzten zehn Spielen. Dennoch zeigten sich Spieler und Verantwortliche selbstkritisch. Die Stimmen zum Spiel von Werner und Co.

Ole Werner (Trainer SV Werder Bremen): „Wir sind heute sehr glücklich, dass wir die drei Punkte eingefahren haben. Man sieht es auch an diesem Spieltag wieder: Kein Sieg ist selbstverständlich, alles ist harte Arbeit. Wir haben sehr schlecht ins Spiel gefunden. Haben nicht die Körpersprache an den Tag gelegt, wie es Dynamo Dresden getan hat. Wir waren im Lauf- und Zweikampfverhalten in den ersten zehn Minuten nicht auf der Höhe. Insofern sind wir auch folgerichtig in Rückstand geraten. Haben danach etwas mehr Räume gefunden. Von der Ordnung war das auch alles vernünftig. Aber wir haben es dem Gegner immer wieder zu leicht gemacht, weil wir sehr schnell Bälle in den Halbräumen verloren haben. Da haben wir zu viele falsche Entscheidungen getroffen, was dazu führt, das für den Gegner Räume entstehen und man immer wieder Kontermöglichkeiten zulässt. Das macht es auch der letzten Reihe dann schwer. Von daher sind wir vom Ergebnis sehr froh, von der Leistung haben wir eine Menge Luft nach oben. Fakt ist trotzdem, dass wir in den entscheidenden Phasen gut waren, unsere Qualität nachgewiesen haben. Das war heute ein Arbeitssieg.“

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Niclas Füllkrug (Werder Bremens Doppeltorschütze): „Von der Bilanz her war es heute zufriedenstellend, vom Spiel her geht da mehr. Wir müssen viel klarer sein hier zu Hause. Wir haben das zu analysieren und dann hoffe ich, dass wir es auch wirklich mal besser machen. Gegen Hamburg war es besser, da hatten wir auch einen starken Gegner vor der Brust. Aber diese Spiele müssen wir einfach klarer gestalten. Wir wussten, was dieses Spiel für uns bedeuten kann. Deswegen haben wir es am Ende auch gewonnen. Wir wurden geweckt durch ein Eckball-Gegentor nach zwei Minuten - das darf uns auf keinen Fall passieren. Trotzdem steht man dann auf dem Platz und ist sich relativ sicher, dass wir zurückkommen. Das ist das Gute an der ganzen Sache. Allerdings müssen wir klarer sein von Anfang an.“

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Guerino Capretti (Trainer Dynamo Dresden): „Ich glaube, das war von meiner Mannschaft ein mutiger Auftritt. Das war auch so gefordert. Auswärts bei Werder Bremen vor fast voller Hütte wollten wir frech auftreten. Vorne eine Präsenz und Wucht haben. Ich hatte zu Beginn schon das Gefühl, dass wir am Drücker waren und den Gegner ein bisschen überrascht haben. Wir gehen in Führung durch einen Standard und sind dann vorne drauf gegangen. Ich hätte mir dann gewünscht, dass wir diese Wucht etwas länger aufrecht zu erhalten. Dann ist es uns nicht mehr gelungen, diese Kompaktheit beizubehalten. Und so eine Mannschaft wie Werder nutzt das dann aus. Kam immer besser ins Spiel.“

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Leonardo Bittencourt (Werder-Profi): „Solange wir unsere Spiele gewinnen, ist es egal, was die anderen machen. Das ist es, worauf wir uns fokussieren, dann ist es egal, ob die gewinnen oder verlieren.“

Christian Groß (Werder-Profi): „Ein Pflichtsieg würde ich nicht sagen. Man sieht ja, was los ist in der Liga. Jedes Spiel ist harte Arbeit. Das hat man heute auch wieder gesehen. Wir kriegen direkt die kalte Dusche. Dann haben wir das Spiel zwar in der ersten Halbzeit noch gedreht, aber heute war auch nicht alles gut. Das muss man so ehrlich sagen.“

Ransford Königsdörffer (Dynamo-Torschütze): „Ja, ich denke schon. Wenn du gegen einen Spitzenreiter so spielst, kannst du auch nach dem Spiel sagen, dass du gut gespielt hast. Jeder weiß, das Ziel ist der Klassenerhalt. Heute war der erste Schritt, auch wenn keine Punkte geholt haben. Wir werden uns von Tag zu Tag im Training verbessern und dann schauen, wie es aussieht.“

Sebastian Mai (Dynamo-Profi): „Wir spielen einen anderen Fußball. Natürlich gibt so ein Trainerwechsel immer den Spielern einen Push, die zuletzt nicht zum Zug kamen. Die Jungs sind im Training wieder da. Und es ist meistens so, dass wieder neuen Aufschwung gibt.“

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