Vor dem Bundesligastart Amos Pieper schwärmt vom Bremer Fußball

Von Absteiger Arminia Bielefeld zu Aufsteiger Werder Bremen: Verteidiger Amos Pieper weiß genau, worauf es in der neuen Bundesliga-Saison ankommt. Das sind seine Ziele.
03.08.2022, 18:44
Lesedauer: 2 Min
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Von Björn Knips

Rund sieben Wochen ist Amos Pieper nun beim SV Werder Bremen – und dem Neuzugang aus Bielefeld wird vor allem eines nachgesagt: Er sei sehr gierig, kämpfe jede Sekunde und jeden Zentimeter um seine Chance, ohne dabei unfair oder zu verbissen zu sein. Als der 24-Jährige mit diesem Eindruck konfrontiert wird, muss er erst mal lachen, doch dann erklärt er eindrucksvoll, warum er so hart arbeitet. Die Belohnung für dieses Engagement gab es bei Werder schon – mit einem Startelfeinsatz im Pokal in Cottbus. Und Pieper dürfte auch am Samstag beim Bundesliga-Auftakt gegen den VfL Wolfsburg von Beginn an dabei sein.

„Ich wäre auch sehr enttäuscht, wenn es nicht so wäre“, gesteht Pieper. Das ist keine Warnung oder Forderung an Trainer Ole Werner, sondern nur sein ureigener Plan. „Ich will spielen“, sagt der Innenverteidiger klipp und klar. Die Schufterei soll sich schließlich lohnen. In diesem Sommer waren es in der Vorbereitung „so viele 1000-Meter-Läufe wie noch nie in einer Vorbereitung“, scherzt Pieper. Ernster gemeint ist da der Rückblick auf den Beginn seiner Karriere als Leistungsfußballer. „Mir wurde auf meinem bisherigen Weg im Fußball nichts geschenkt“, betont der ehemalige Jugendspieler von Borussia Dortmund. Klar, er habe zahlreiche Titel gesammelt, wurde Deutscher A- und B-Jugendmeister, Zweitliga-Meister mit Arminia Bielefeld und sogar U 21-Europameister. „Aber ich war nie das Toptalent in der Jugend. Ich war nie der Topspieler – egal, wo ich hingekommen bin.“

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Das sei auch jetzt nicht anders nach seinem ablösefreien Wechsel vom Absteiger Arminia zum Aufsteiger Werder. Deswegen gibt er stets sofort Vollgas: „Ich habe immer dieses Feuer in mir, weil das einfach wichtig für mein Spiel ist.“

Doch Pieper sieht sich nicht nur als Kämpfer. Dazu passt auch seine neue sportliche Heimat. „In Bielefeld haben wir sehr einfach Fußball gespielt. Hier ist es anspruchsvoller. Wir wollen das Spiel kontrollieren, den Gegner im Griff haben und mit Ballbesitz Angriffsfußball spielen“, erklärt der Abwehrspieler und gerät regelrecht ins Schwärmen: „Mir macht es extrem viel mehr Freude, so Fußball zu spielen wie hier. Man ist ganz anders im Spiel drin, kann es selbst gestalten.“

Ich habe immer dieses Feuer in mir, weil das einfach wichtig für mein Spiel ist.
Amos Pieper

Eines verliert Pieper dabei aber nicht aus dem Auge – „unser übergeordnetes Ziel“, wie er es nennt und sogleich den Begriff „Klassenerhalt“ folgen lässt. Mit der Arminia ist ihm das einmal gelungen, einmal nicht. Er weiß also, was auf Werder in den nächsten Monaten zukommt und hat dafür auch ein einfaches Rezept: „Es geht in allen Spielen um jeden Punkt, den man holen kann. Man sollte nicht schauen: Wer landet hinter uns? Gegen wen müssen wir unbedingt punkten?“ Also wach sein von der ersten Sekunde an. Und Pieper legt dabei auch kurz jede Zurückhaltung ab. „Ich will uns da nach oben gar nicht limitieren“, sagt der Neuzugang, beendet aber sofort alle möglichen Träumereien: „Es wäre vermessen zu sagen, dass wir um Europa mitspielen. Das will ich damit auch gar nicht sagen.“ Nein, für ihn geht es nur darum, immer das Maximum aus sich herausholen zu wollen.

Bei Werder fühlt sich Pieper da gut aufgehoben, alles sei etwas größer als bei der Arminia, er nennt da auch die Strahlkraft des Clubs. Vor dem Bundesligastart in Wolfsburg kribbelt es bei ihm schon, aber noch ein bisschen mehr fiebert der 24-Jährige seiner Heimspiel-Premiere eine Woche später gegen den VfB Stuttgart entgegen: „Spätestens dann werde ich die ganze Power, die hinter Werder Bremen mit den vielen Fans steckt, richtig zu spüren bekommen.“

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