Kommentar zu Werders Heimschwäche

Eine Frage der Ehre

Im Weserstadion läuft es nicht. Auch weil Werder zu Hause kaum punktet, muss im Abstiegskampf gehörig gezittert werden. Nun ist es Zeit, an die Ehre der Spieler zu appellieren, kommentiert Mathias Sonnenberg.
05.06.2020, 10:29
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Eine Frage der Ehre
Von Mathias Sonnenberg
Eine Frage der Ehre

Das Weserstadion ist in dieser Saison mehr Last als Segen für die Werder-Profis.

gumzmedia/nordphoto

Das Ergebnis fühlte sich nach Abstieg an. Wieder eine Heimniederlage, wieder Tore nach Standardsituationen – der Joker Nachholspiel gegen Frankfurt entpuppte sich als Rohrkrepierer. Der Verein ist der zweiten Liga näher als der Bundesliga. Das sind die Fakten.

Fünf Spiele hat Werder Bremen noch Zeit, der Saison noch eine Wende zu geben und sie nicht im Desaster enden zu lassen. Aber ist das realistisch? Dass drei der fünf Partien im Weserstadion gespielt werden, klingt dabei wie ein unüberwindbares Hindernis. Denn ob mit oder ohne Zuschauer, Werder hat ein Problem, wenn an der Weser Fußball gespielt wird. Nur auf unfassbare sechs Punkte und 9:33 Tore hat es die Mannschaft dort gebracht. Das ist nicht nur blamabel, sondern zweitligareif.

Über die Gründe ist genug fabuliert und diskutiert worden. Jetzt ist es auch eine Frage der Ehre, ob die Spieler für immer und ewig mit dem traurigsten Vereinskapitel verbunden bleiben wollen: Einem Abstieg in einer Saison, die eigentlich im europäischen Fußball enden sollte. Oder ob sie für eine Saison stehen wollen, in der fast alles schief lief, es am Ende aber wieder mal reichte für den Klassenerhalt.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+