Innenvertdiger vor Kader-Rückkehr

Topraks nächster langer Anlauf

Für Ömer Toprak ist das Spiel in Freiburg ein besonderes. Der Innenverteidiger trifft nicht nur auf seinen Ex-Verein, sondern erstmals nach seiner Verletzung könnte er wieder im Werder-Kader stehen.
16.10.2020, 13:12
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Topraks nächster langer Anlauf
Von Malte Bürger
Topraks nächster langer Anlauf
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Ganz langsam arbeitet sich Ömer Toprak zurück. Wieder einmal. Zunächst war der Innenverteidiger richtig gut durch den Sommer gekommen und schickte sich an, ein gewichtiges Wörtchen um die Startelf mitzureden. Diesen Eindruck durfte man nach dem Pokalspiel in Jena durchaus gewinnen. Doch dann passierte das, was Toprak in seiner Zeit bei Werder viel zu häufig passierte: Er verletzte sich. Dieses Mal gab es eine Wadenblessur, nun steht er im Vorfeld des Freiburg-Spiels vor der Rückkehr in den Kader.

„Wir haben Ömer fürs Wochenende sicher noch nicht soweit, dass er 90 Minuten gehen kann", sagte Florian Kohfeldt. "Wir haben ja leider schon Erfahrung damit, ihn wieder heranzuführen. Letztes Jahr ist es uns gut gelungen, da erinnere ich gern an das Pokalspiel in Frankfurt. Das war eines der wenigen Spiele, in denen wir den wahren Ömer Toprak gesehen haben. Da war er richtig gut." Das Problem: Werder verlor nicht nur, sondern Toprak wurde quasi in allerletzter Sekunde von Filip Kostic übel gefoult. Es folgte die nächste Auszeit. "Nach der Verletzung war die Zeit in der Saison dann leider zu kurz, um ihn heranzuführen."

Das sieht jetzt anders aus. Nun geht es für Toprak Stück für Stück zurück. "Wir werden wieder behutsam den Weg gehen. Ich bin nach wie vor optimistisch, dass er zu seiner Leistungsstärke zurückfindet.“ Aktuell scheinen die Plätze in der Innenverteidigung vergeben, Milos Veljkovic und Marco Friedl bildeten das Bremer Abwehrzentrum bei den beiden jüngsten Siegen. Ein Selbstläufer wird eine Toprak-Rückkehr also nicht. Zumal immer die Frage im Raum steht, ob der Körper dieses Mal längerfristig mitspielt. Florian Kohfeldt betont jedoch, dass sich eben jene Frage intern überhaupt nicht stellt. "Das Vertrauen der Mitspieler in Ömer ist groß, weil er einfach etwas darstellt. Er hat in den letzten Jahren eigentlich immer bei Topvereinen gespielt", sagte er. "Und auch mein Vertrauen in ihn ist groß."

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