Nur bestimmte Abteilungen betroffen

Werder plant Kurzarbeit

Wie in vielen Unternehmen prüft auch Werder aktuell, ob Mitarbeiter in die Kurzarbeit geschickt werden. Laut Klubchef Klaus Filbry sind nicht alle Abteilungen davon betroffen.
26.03.2020, 17:05
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Werder plant Kurzarbeit
Von Christoph Bähr
Werder plant Kurzarbeit

Bei Werder herrscht derzeit in einigen Abteilungen aufgrund der Corona-Krise Stillstand.

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Kurzarbeit ist aufgrund der Corona-Krise ein großes Thema in Deutschland. Die Bundesregierung rechnet mit 2,35 Millionen Kurzarbeitern im Land, so viele gab es noch nie. Wie andere Fußballklubs will auch Werder angesichts wegbrechender Einnahmen auf Kurzarbeit setzen. „In vielen Vereinen wird Kurzarbeit geprüft und umgesetzt, wir setzen uns ebenfalls mit dem Thema auseinander“, erklärte Klaus Filbry, der Vorsitzende der Geschäftsführung, in einem telefonischen Mediengespräch. Um die Bundesliga-Profis, die bereits einen Gehaltsverzicht angekündigt haben, geht es dabei allerdings nicht. „Es gibt Bereiche, die aktuell weniger arbeiten. Für diese Bereiche prüfen wir das Thema Kurzarbeit. Wenn es dazu kommt, möchten wir es erst den Mitarbeitern mitteilen, bevor wir an die Öffentlichkeit gehen“, sagte Filbry.

Wichtig sei es, das Thema differenziert anzugehen. Nicht in allen Abteilungen sei bei Werder Kurzarbeit angebracht. „Wir haben einige Bereiche, in denen die Arbeitsbelastung sehr hoch ist und in denen noch intensiver gearbeitet wird als vorher“, betonte Filbry. „Da gehören der Vertrieb, das Rechnungswesen, die Finanzabteilung, die Kommunikationsabteilung und auch unsere CSR-Abteilung mit ihren virtuellen Angeboten für unterschiedliche Altersklassen dazu.“

Wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, zahlen sie ihnen nur noch einen Teil des Lohns aus. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt dann 60 Prozent des ausgefallenen Lohns, für Beschäftigte mit Kindern 67 Prozent. Auch die Sozialabgaben, die auf den ausgefallenen Lohn fällig wären, trägt die Arbeitslosenversicherung.

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