Werders Neuzugang

Assalé gegen Dresden ein Kandidat für die Startelf

Gegen Dresden muss Werder-Trainer Markus Anfang seine Mannschaft umbauen. Gut möglich, dass Roger Assalé dadurch zu seinem Startelfdebüt für die Bremer kommt.
22.09.2021, 13:29
Lesedauer: 2 Min
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Von Carsten Sander

Bisher hat er sich nicht getraut. Werder-Trainer Markus Anfang hat Neuzugang Roger Assalé seit dessen Verpflichtung dreimal nur als Joker eingesetzt, in der Startelf war für den Angreifer von der Elfenbeinküste noch kein Platz. Das hatte diverse Gründe, von denen möglicherweise am Wochenende vor dem Spiel bei Dynamo Dresden nicht mehr alle gelten. Anfang zieht jedenfalls erstmals einen Einsatz des Stürmers von Beginn an in Betracht. „Ich könnte ihn von Anfang an spielen lassen. Die Frage ist nur: Wie groß ist das Risiko dabei?“

Bislang galt: Assalé, erst Ende August vom französischen Zweitligisten Dijon FC ausgeliehen, verfügte noch nicht über die hundertprozentige Fitness. „Er hatte eine kleinere Verletzung, bevor er gekommen ist. Muskulär hatte er noch etwas nachzuholen. Da sind wir dabei, das geht aber nicht von jetzt auf gleich, das dauert“, erklärt Anfang. Das Problem wird allerdings von Tag zu Tag kleiner, das Risiko einer Überlastung also auch.

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Eine andere Baustelle bleibt dagegen die Sprache. Assalé verstehe zwar Anweisungen auf Deutsch, aber nicht immer alles. Es muss oft noch übersetzt werden. Auffällig, aber vielleicht auch nur ein Zufall war, dass Anfang den Ivorer zuletzt zweimal gemeinsam mit Manuel Mbom eingewechselt hat – beide können sich gut auf Französisch verständigen.

Und drittens: Die Anpassung ans Bremer System und die Eingewöhnung ins Team sind Punkte, die Zeit brauchen, aber auch gezielt bearbeitet werden. Mit Videosequenzen und separaten Analysen versuchen Anfang und seine Assistenten, den Prozess zu beschleunigen. Ergebnis: „Es geht voran“, so Anfang, „Roger verinnerlicht das.“

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Doch das Wichtigste ist und bleibt nun mal die Spielpraxis. „Er muss das auf dem Platz erleben und fühlen“, sagt Anfang und liefert damit selbst das beste Argument, Assalé in Dresden eine Chance von Beginn anzugeben.

Durch den Ausfall von Christian Groß wird es in der Bremer Startelf zu Verschiebungen kommen, an deren Ende für der 27-Jährigen ein Platz auf dem rechten oder linken Flügel frei werden könnte. Die Kettenreaktion könnte so aussehen: Nicolai Rapp wechselt auf die Groß-Position, Romano Schmid auf Rapps Stelle im Mittelfeld und Assalé übernimmt die Schmid-Rolle auf einer der beiden Außenbahnen. Alles denkbar, alles machbar. Jetzt muss sich der Trainer nur noch trauen, den Neuzugang, von dem sich die Fans bislang noch kein wirkliches Bild machen konnten, auch von Beginn an spielen zu lassen.

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