Werder-Verteidiger

Kein Einsatz für Friedl – ein Denkzettel?

Als Ömer Toprak beim Werder-Sieg in Ingolstadt verletzt raus musste, kam nicht der erfahrenere Marco Friedl, sondern Lars Lukas Mai ins Spiel. War das noch eine Reaktion auf Friedls Transfer-Streik?
12.09.2021, 19:33
Lesedauer: 1 Min
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Von Björn Knips
Kein Einsatz für Friedl – ein Denkzettel?

Marco Friedl (Mitte) durfte beim Werder-Sieg in Ingolstadt nicht auf dem Platz eingreifen.

Andreas Gumz

Nach seinem Streik kehrte Marco Friedl zwar gegen Ingolstadt in den Kader des SV Werder Bremen zurück, spielen durfte der Österreicher aber nicht. Dass Friedl in der Startelf fehlte, war dabei keine Überraschung, nach dem 3:0-Sieg gegen Hansa Rostock gab es für Trainer Markus Anfang keinen Grund für einen Wechsel. 

Als dann aber Ömer Toprak bereits in der 26. Minute mit Wadenproblemen runter musste, war eigentlich Friedl als Ersatz für die Innenverteidigung erwartet worden. Doch es kam Lars Lukas Mai. Das roch gewaltig nach einem Denkzettel für Friedl, der sich vor zwei Wochen wegen eines Angebots von Union Berlin nicht in der Lage gesehen hatte, gegen Rostock aufzulaufen.

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Doch Anfang sah da überhaupt keinen Zusammenhang. „Ich wollte einen Rechtsfuß reinbringen, sonst hätten wir hinten zwei Linksfüße gehabt, das wäre nach vorne schwieriger geworden“, behauptete der Coach. Also habe er Rechtsfuß Mai und eben nicht Linksfuß Friedl für Ömer Toprak gebracht. Denn Werder habe oft im Spiel von Vierer- auf Dreierkette umgestellt, wobei Milos Veljkovic nach der Auswechslung von Toprak den mittleren Part übernahm – flankiert von Linksfuß Anthony Jung und dann Mai. Friedl hätte da nicht ganz so gut gepasst. Andererseits: Der junge Mai (21) hat zuletzt wenig überzeugt, anders als der Bundesliga-erfahrene Friedl (23), der gegen Karlsruhe stark gespielt hatte – übrigens neben Jung und Veljkovic in der Viererkette.

Der Streik des 23-Jährigen könnte also vielleicht doch eine Rolle gespielt haben. Anfang würde damit sowohl der Mannschaft als auch dem Spieler zeigen, dass es nach einem so gravierenden Fehlverhalten trotz Entschuldigung nicht ganz so schnell zurück auf den Platz geht.

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