Heimspiel im Weserstadion

Werder siegt im Kellerduell

Werder Bremen hat das Kellerduell gegen den FC Ingolstadt mit 2:1 (1:0) gewonnen. Allerdings muss das Team von Alexander Nouri einen verletzungsbedingten Ausfall hinnehmen.
03.12.2016, 12:28
Lesedauer: 3 Min
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Werder siegt im Kellerduell
Von Nikolai Fritzsche

Werder hat zum ersten Mal seit Mitte Oktober wieder gewonnen. Gegen den FC Ingolstadt kamen die Bremer zu einem 2:1-Heimsieg, der nicht unverdient, aber bis zum Ende gefährdet war. Die Tore für Werder erzielten Max Kruse und Fin Bartels, der auffälligste Bremer.

Die Vorgabe von Trainer Alexander Nouri an sein Team lautete: den Ball laufen lassen und kombinieren. Und das Bemühen war deutlich zu erkennen. Mit der neuen Doppel-Sechs aus Ersatz-Kapitän Zlatko Junuzovic und Philipp Bargfrede, der für den erkälteten Clemens Fritz zum ersten Mal seit Januar in der Startelf stand, spielten die Bremer schneller durchs Mittelfeld als in den vergangenen Partien. Und die Offensive zeigte immer wieder schöne Kombinationen. Auf den Außenpositionen hatte Nouri Serge Gnabry und Fin Bartels aufgeboten, davor ließ der Trainer erstmals zwei Angreifer spielen: Max Kruse stürmte neben Claudio Pizarro. In der Abwehr kehrte Lamine Sané für Milos Veljkovic in die Viererkette zurück.

Werder kam gut in die Partie, tauchte in der dritten Minute schon zum zweiten Mal im Ingolstädter Strafraum auf. Mit etwas Pech hätte Werder trotzdem früh in Rückstand geraten können: Torhüter Jaroslav Drobny sprang dem Ingolstädter Mathew Leckie im Strafraum in den Rücken; es hätte durchaus Elfmeter geben können.

Die Partie war intensiv geführt, beide Teams kamen aber erst in der Mitte der ersten Halbzeit zu Torchancen. In der 21. Minute kam der Ingolstädter Anthony Jung nach einer Ecke frei zum Kopfball; Philipp Bargfrede stand daneben. Drobny parierte; Moritz Hartmann konnte den Abpraller nicht verwerten.

Ingolstadt wurde nach dieser guten Chance selbstbewusster, griff früher an. Doch dann ging Werder nach einer schönen Kombination durch Kruse in Führung: Bauer spielte auf der rechten Außenbahn Bartels frei, der aus vollem Lauf in den Strafraum flankte. Dort fand Kruse die Lücke zwischen zwei Gegenspielern und lenkte den halbhohen Ball aus fünf Metern mit dem linken Fuß über Ingolstadts Keeper Martin Hansen ins Tor.

Wenig später hatte Kruse die Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Sein Freistoß von der Strafraumgrenze ging aber deutlich drüber. Kurz vor dem Halbzeitpfiff kam Pizarro im Strafraum zum Abschluss, konnte den hüfthohen Ball aber nicht verwerten.

Ingolstadt kam besser aus der Pause, ohne sich aber klare Torchancen zu erspielen. Auf der Gegenseite traf Gnabry das Außennetz. In der 58. Minute kam es dann so, wie es zuletzt immer gekommen war, wenn Werder in Führung ging.

Moisander verursachte einen unnötigen Freistoß an Ingolstadts Dario Lezcano. Suttner trat an und verwandelte aus 20 Metern direkt. Unhaltbar war sein Freistoß nicht, wenngleich Drobny den Ball spät sah.

Fast hätte Werder im Gegenzug zur erneuten Führung getroffen. Pizarro spielte Bartels im Strafraum frei, doch dessen Außenrist-Schuss aus spitzem Winkel ging am langen Pfosten vorbei. Werder blieb aber am Drücker. In der 68. Minute traf Gnabry das Außennetz; er hätte wohl lieber auf Kruse querlegen sollen.

Wenig später klappte es dann aber mit der Bremer Führung. Den platzierten Linksschuss von Izet Hajrovic, kurz zuvor für Kruse eingewechselt, hielt Ingolstadts Keeper Hansen. Der Ball blieb im Spiel, Gnabry brachte ihn erneut in den Strafraum. Gegen Pizarro hielt Hansen erneut, doch bei Bartels‘ Nachschuss aus knapp sechs Metern war er machtlos.

Die Führung gab Werder aber keine zusätzliche Stabilität. Stattdessen kamen die kampfstarken Ingolstädter zu guten Chancen. Leckies Kopfball nach einem Freistoß ging aber direkt auf Drobny. Cohens Schuss aus guter Position ging über das Tor.

Wenig später verletzte sich Hajrovic, noch keine Viertelstunde auf dem Platz. Er hatte sich ohne Fremdeinwirkung das Knie verdreht und sofort angezeigt: Es geht nicht mehr. Wie schwer seine Verletzung ist, war zunächst unklar. Für ihn kam Theo Gebre Selassie ins Spiel.

Zuvor hatte Nouri bereits Milos Veljkovic für Serge Gnabry gebracht, um die Defensive zu stärken und das 2:1 über die Zeit zu retten. Trotzdem war der Sieg bis zum Ende in Gefahr. In der letzten Minute der regulären Spielzeit kam Leckie zum Schuss, nachdem Sané, Bauer und Gebre Selassie sich bei Suttners langem Pass uneins gewesen waren. Der Ingolstädter schoss den Ball aber neben das Tor. In der zweiten Minute der Nachspielzeit hielt Drobny den Sieg fest, indem er Hartmanns Kopfball aus kurzer Distanz parierte. So blieb es beim 2:1, durch das Werder die Abstiegsränge verlässt. Zumindest bis zum Spiel des SV Darmstadt gegen den Hamburger SV am Sonntag steht Bremen auf Rang 14 der Tabelle.

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