Werder sieht „keine Anzeichen“ für Wechsel Rashica-Verbleib fast sicher

Es wurde spekuliert und gerätselt: Wechselt Milot Rashica noch den Klub? Bis Montag könnte der Angreifer Werder noch verlassen, dann schließt das Transferfenster. Bislang gibt es keine Bewegung auf dem Markt.
28.01.2021, 15:10
Lesedauer: 2 Min
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Von Carsten Sander

Vier Tage vor Ende der Transferfrist in der Fußball-Bundesliga geht Florian Kohfeldt nicht mehr von einem Abgang Milot Rashicas aus. „Für mich gibt es aktuell keine Anzeichen dafür, dass er am Dienstag nicht in der Startelf stehen wird“, sagte der Werder-Coach am Donnerstag mit Blick auf das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Greuther Fürth am kommenden Dienstag, einen Tag nach Ablauf der Wechselperiode am 1. Februar. Ist Rashica dann noch Bremer, bleibt er es auch für den Rest der Saison.

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Kohfeldt würde das aus sportlichen Gründen freuen, aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten wäre es aber eine Enttäuschung. Denn mit Rashica will Werder in der Corona-Krise dringend benötigte Millionen-Einnahmen generieren – am liebsten noch bis Montag. Doch tatsächlich ist es so, dass die Interessenten bei Werder nicht Schlange stehen. Sportchef Frank Baumann bestätigte: „Es gab und gibt immer wieder lose Anfrage für Milot, die mitunter auch von seinem Berater an uns weitergereicht werden, aber es war in den letzten Wochen nicht der Fall, dass wir ein konkretes schriftliches Angebot auf dem Tisch hatten, über das wir nachdenken mussten.“ Die Bereitschaft zum Verkauf ist bei Werder aber nach wie vor groß, die Chance, dass sich noch ein zahlunsgwilliger und -fähiger Club meldet, wird jedoch Stunde für Stunde kleiner. Die Gewissheit, dass der kosovarische Nationalspieler tatsächlich bleibt, wird es jedoch erst am Montag geben, so Baumann: “Wenn die Parameter passen, ist ein Wechsel weiter vorstellbar. Wenn sie nicht passen oder ein Club sich zu spät meldet, wird Milot auch den Rest der Rückrunde für uns spielen.”

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15 Millionen Euro – das ist das Preisschild, das die Bremer ihrem zuletzt lange verletzten Stürmer umgehängt haben. Sollte niemand mehr zugreifen, hat Rashica beginnend mit dem Spiel gegen Schalke 04 am Samstag 16-mal in der Bundesliga die Chance, diesen Preis wieder in die Höhe zu treiben – plus mögliche Auftritte im DFB-Pokal. Gegen Schalke 04 könnte der 24-Jährige sein Startelf-Comeback feiern, nachdem er sich zuletzt nach seiner Oberschenkelverletzung mit Kurzeinsätzen angenähert hatte. „Wir können bei ihm jetzt mit Sicherheit über 60, 70 Minuten Spielzeit nachdenken“, erklärte Kohfeldt.

Körperlich sei Rashica “nach einem guten Aufbau” absolut auf Stand. Und mental habe ihm die nun schon Monate andauernde Unsicherheit über einen Wechsel nicht zugesetzt – jedenfalls behauptet Kohfeldt das. “Milot ist extrem klar im Kopf. Ich bin absolut überzeugt, dass er eine sehr gute Rückrunde spielen wird.”

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